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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Otto schenkt über Ermahnung seiner Mütter dem Nonnenkloster zu Nordhausen sein Gut Vogelsberg in der Grafschaft Wilhelms im Wisichgau mit allem Zubehör (qualiter nos ... ob saluberrimam genetricis nostrae admonitionem quoddam iuris nostri predium, civitatem videlicet Fugelesburg nominatam cum omnibus iure ad hanc pertinentibus, in comitatu Wilhelmi comitis et in pago Wisichgaw sitam ad monasterium quoddam sanctimonialium Northusa nuncupatum, eidem ecclesiae nostra imperiali potentia in perpetue usum proprietatis concessimus firmiterque donavimus). ‒ Willigisus canc. advicem Rodberti archieapp.; von WE. nach Konzept des WB. geschrieben, mit Ausnahme des selbst stilisierten Einganges; M. „Noscat omnium industria.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Kopien: Abschrift des Zach. Heisonius vom J. 1666 im Codex CXLI des Staatsarchivs zu Magdeburg (A); Abschrift Leysers aus dem Anfang des 18. Jhs. in dessen Urkundensammlung, Bd. 1, S. 5 no. 4, im Braunschweigischen Landeshauptarchiv zu Wolfenbüttel (B).

Leyser De dipl. hist. Germ. corpore consilium (Helmstedt 1727) 19 cit. aus B.; Harenberg Hist. Gandershem. 1347 no. 2 aus Abschrift Rehtmeiers (G); MG. DD. O. II. S. 98 f., no. 83.

Stumpf 629; Dobenecker Reg. hist. Thuring. I, 464.

Kommentar

Hier eingereiht unter der Voraussetzung, daß die Handlung schon früher (im Juni oder November 973) zu Pöhlde, die Beurkundung dagegen erst 974 stattgefunden hat. Vgl. Erläut. 119, 130. ‒ Vgl. DO. II. 36. ‒ Vgl. Uhlirz Jb. S. 39, A. 14, auch über die Lage von Vogelsberg (Sachsen-Weimar, Ag. Großrudestedt). ‒ Sickel in Erläut. S. 119 denkt an die Möglichkeit, daß „Polide” ein Kopistenfehler für „Tullide”, was örtlich möglich wäre (vgl. D. 77 aus Tilleda). Voraussetzung ist, daß die drei Abschriften auf eine (verdorbene) zurückgehen, was nicht leicht nachweisbar. Auch die Textvarianten ergeben keinen sicheren Aufschluß, obwohl die gemeinsame Verschreibung „Rogberti” bei AB. sowie das gemeinsame Fehlen von „actum” bei ABC. sogar auf unmittelbare Verwandtschaft der Abschriften hinweist.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 664, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0974-06-17_1_0_2_2_0_180_664
(Abgerufen am 25.01.2017).