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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Bischof Ulrich von Augsburg stirbt. Bischof Wolfgang von Regensburg hält an Stelle des erkrankten Erzbischofs Friedrich von Salzburg die Leichenfeier ab. Bischof Ulrich, der noch im September 972 das Bistum einem Verwandten übertragen wollte, hatte seinen Willen geändert und kurz vor seinem Tod Abt Werinhar von Fulda zu seinem Nachfolger ausersehen gehabt. Trotzdem gelingt es auf Umwegen und durch Betrug einen Neffen der Herzogin Judith, Heinrich, den Sohn ihrer Schwester und eines Grafen Burkhard, als Bischof durchzusetzen, der am 17. September bei Otto II. in Bothfeld um dessen Zustimmung bittet. Der Kaiser zögert erst, erteilt dann aber doch nach 5 Tagen die Investitur und läßt Heinrich in Mainz von Erzbischof Ruotbert weihen.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Ottenthal Reg. 553 c. Über die Vorgänge, die zur Erhebung Heinrichs führten, vgl. Gerhardi vita Oudalrici c. 28 (MG. SS. IV., 415). Uhlirz Jb. S. 35 ff.

Kommentar

Über Ulrich vgl. Allg. deutsche Biogr. XXXIX, S. 215 ff., ferner U. Schmid Sanct Ulrich. Augsburg 1901, A. Schröder Der hl. Ulrich und die Reklusin Wiborada (in Hist. Jb. 22, 276 ff.); Ulrich war der erste Heilige, der offiziell kanonisiert wurde: 993 durch Papst Johann XV. (Jaffé-L. 3848, MG. SS. IV. 378/A. 12, auch Acta SS. Jul. II. 79). Siehe ferner J. Koch Geschichte und Kult des hl. Ulrich. 1875, F. Zoepfl Der hl. Ulrich. 1933.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 625a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0973-07-04_1_0_2_2_0_132_625a
(Abgerufen am 20.01.2017).