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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Otto bestätigt dem Bistum Worms über Bitte des Bischofs Anno die von diesem vorgelegten Vergünstigungen seines Vaters und seiner übrigen Vorgänger, insbesondere den Bezug des von den Kaufleuten, Handwerkern und Friesen zu entrichtenden Marktzolles sowie aller anderen Fiskalerhebungen. ‒ Uuillisus canc. advicem Rotberti archicapp.; Fälschung der Zeit; M., SI. D. „Si petitiones sacerdotum.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Abschrift in Diplomform aus dem 10. Jh. im Staatsarchiv zu Luzern (A).

Apologia der Stadt Wormbs 161 Fragm.; Boos UB. der Stadt Worms 1, 26 no. 34 aus A; MG. DD. O. II., S. 55 f., no. 46.

Böhmer 441; Stumpf 594.

Kommentar

Nach Sickel ist die Kopie „wohl unter Otto III. (s. Sickel Schweizer KU. 52) von HB. geschrieben”, wobei DO. I.84 und ein D. Ludwigs des Deutschen als Diktatvorlagen dienten (Vorbemerkung zu D. 46, S. 55). Vgl. dazu Ficker 2, 498 und 2, 262 (daß in der Kopie vor kal. iulii die Zahl ausgefallen sei). ‒ Dagegen entscheidend J. Lechner „Die älteren Königsurkunden für das Bistum Worms und die Begründung der bischöflichen Fürstenmacht” (in MIÖG. 22, bes. S. 392, S. 401: „Nach unserem Ergebnis wird die Urkunde nicht mehr als Kopie in Diplomform bezeichnet werden dürfen. Inhaltlich und formell auf zwei notorischen Fälschungen beruhend, von dem bekannten Wormser Fälscher verfaßt, dient sie demselben Zweck wie jene; mit unvereinbaren Datierungsangaben behaftet, trägt sie ein erst unter Otto III. übliches Monogramm und ist von einem Wormser geschrieben, der erst fünf Jahre nach ihrer angeblichen Ausfertigung in die Kanzlei eintritt.” Auch MIÖG. 25, 91 ff. Dazu die zustimmende Betrachtung Bresslaus NA. 27, 545. Auch Stengel I, S. 199, A. 5; 204 und A. 7, 312; 358, A. 1. Dagegen Uhlirz Jb. im Exkurs I., bes. S. 222 f., worauf Lechner MIÖG. 25, bes. S. 108, erwidert. ‒ Vgl. Ottenthal Reg. 144. Ranke Jahrb. 2 a, 117, no. 17.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 625, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0973-07-01_1_0_2_2_0_131_625
(Abgerufen am 24.07.2017).