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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,2

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Otto vollzieht die Schenkung des Hofes Hergenfeld im Nahegau in der Grafschaft Emichos mit allem Zubehör an das Kloster St. Alban bei Mainz, die schon Otto I. „ob interventum dilecte coniugis nostre Adelheidis filiique nostri regis Ottonis nec non fidelis archiepiscopi nostri Willehelmi” beabsichtigt hatte. ‒ Ludolfus canc. advicem Wilhelmi archicapp.; Fälschung G. F. Schotts. „Si ecclesias dei nostris bonis.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Abschrift Schotts aus dem Anfang des 19. Jhs. in dessen DD. Ringravica Suppl. no. 44 (ehemals Habelsche Sammlung), jetzt im Bayrischen Hauptstaatsarchiv München (B).

Stumpf Ada ined. 304, no. 214 aus B; MG. DD. O. II, S. 17, no. 9.

Stumpf 328 a; Görz Mittelrhein. Reg. 992. Alle, ausgenommen die MG DD, als unechte Urkunde Ottos I.

Kommentar

Sickel hält das D für eine von LG. nach einem schon 961 entstandenen und für Otto I. berechnetem Konzept mit Beibehaltung von Ingelheim als Ort der Handlung verfaßte Urkunde, da Otto I. damals dort weilte. Vgl. dazu Erläut. S. 83 und Ficker UL. 2, 140, auch Ottenthal, Reg. 300 a. Dagegen schon die Regesten und Stumpf, Wirzb. Imm. I. 30, A 54. Entscheidend Wibel, Die Urkundenfälschungen G. F. Schotts (In NA. 29), S 710 ff., besonders 713: „Das Diplom ist demnach eine moderne Fälschung und die Komplikation in der Intervention erklärt sich daraus, daß eine beabsichtigte Königsurkunde Ottos I. versehentlich mit Rekognition und Datumzeile eines überdies unechten Diploms Ottos II. versehen worden ist.”

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Empfohlene Zitierweise

RI II,2 n. 584, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0963-07-21_4_0_2_2_0_15_584
(Abgerufen am 18.01.2017).