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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(in proilo Papie) schenkt der kirche zu Innichen auf fürsprache seiner gemalin und seines namensgenossen besitzungen in der grafschaft Treviso in der nähe des flusses Vallatus, in dem von Wichert an den Juden Abraham vergebenen an der Brenta (da der ort in der grafschaft Treviso liegt, kann nur die bei dieser stadt mündende Brentella oder der n. des Bosco Montello in die Piave fliessende Brentellone gemeint sein) gelegenen ort Chunio und zu Piscoratus (beide orte unbekannt), ferner in der grafschaft Vicenza den hof Godego mit dem recht des fleischmarktes (ius macelli, vgl. Waitz VG. 8, 280) innerhalb genannter grenzen im umkreis von 3 miglien und an beiden ufern der Brenta nebst anderm zubehör, unter vorbehalt des lebenslänglichen nutzgenusses für den ‚nobis satis carus (= no374) bischof Abraham von Freising, in dessen hand die vergabung gemacht wird. Liutolfus canc. vice Hattonis archicap. Freising. kopialb. s. XII med. (B) = Lib. trad. magnus von 1187 (D), L. ruber s. XIV in. aus B (C) München. ‒ Hund Metrop. Salisb. 41 regest aus D; Hund-Gewold Metrop. Salisb. ed. Monac. 1, 134 aus D = ed. Ratisb. 1,91 = Lünig RA. 17a, 216 no 9 = Leibnitz Ann. 3, 265; Meichelbeck Hist. Frising. 1a 177 aus C = Resch Ann. Sabion. 2, 527 = Resch Aetas millen. 51 no 22 = Sinnacher Beyträge 1, 554 no 36; Verci Storia degli Eccelini 3, 2 no 2 aus k. des Brunacci und aus Meichelbeck; M. Boica 31a, 204 no 106 aus B; Zahn C. d. Austro-Frising. 1, 34 no 35 aus B. C. D; Gloria C. d.Pad. 85 no 59 unvollst. aus Meichelbeck und Zahn; *M. G. DD. 1, 612 no 452 spur. aus B.C.D; erwähnt auch in dem c. 1074 entstandenen verzeichniss der priv. ab epis. Frising. impetrata M. G. SS. 24,316. ‒ Der kontext ist trotz mancher flüchtigkeiten (die schenkung des hofes Godego ergibt sich erst aus der pertinenzenaufzählung, der empfänger ist hinter den geschenkten obiekten genannt) inhaltlich nicht zu beanstanden, von Otto III. mit berufung auf urk. des grossvaters fast wörtlich bestätigt worden (DO. III no 109 = St. 979); dagegen sind die zeitangaben des eschatokolls unter sich unvereinbar: kanzler Liudolf und erzkanzler Hatto können kaum gleichzeitig fungirt haben (vgl. M. G. DD. 1, 87), da ersterer nach no 468 iedenfalls vor dem 15. febr. 968 aus der kanzlei schied, Hatto frühestens im apr. erzbischof wurde (no 469a); zu diesem zeitpunkt passt keine der angaben der datirung, von welchen a. inc. und ind. auf 972; a. r. XXX auf 965, a. imp. VIII auf 969 gehen, in keinem dieser iahre, noch auch 968 passen tag (= DO. II no 80 = St. 577 gleicher provenienz) und ort zusammen, ausserdem heisst Otto n. hier schlechtweg equivocus, was seit 967 nicht mehr der fall ist. Diese widersprüche stempeln die urk. zur fälschung, vgl. M. G. DD. l. c. und Ficker UL. 2, 184.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 541, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0972-05-28_1_0_2_1_1_927_541
(Abgerufen am 18.01.2017).