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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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bestätigt dem kloster S. Emmeram zu Regensburg auf fürbitte seines bruders des Baiernherzogs Heinrich († 955) nach dem beispiele Karls d. Grossen, welcher es unter seine gewalt genommen, und gemäss den bestätigungen, welche derselbe kaiser mit papst Leo (BM. 343, Jaffé-Ewald 2500), k. Ludwig mit papst Eugen (BM. 980), könig Ludwig mit papst Nicolaus (deperd.), k. Arnolf mit papst Formosus (BM. 1866) dem kloster erteilt haben, auf der in Rom in gegenwart des papstes Johannes und von 117 bischöfen (deren sitze aufgezählt sind) gehaltenen synode wegen der unredlichkeit der diöcesanbischöfe die unmittelbare stellung unter den kaisern und königen, erhöht den rekognitionszins an den altar des h. Petrus zu Rom von 7 goldstücken (aurei) auf ein halbes pfund gold und verleiht dem kloster päpstliche und kaiserliche immunität. Ch. s. Emmerammi s. XII (B) und Hochwarti Catal. ep. Ratispon. von 1539 (C) München. ‒ Hund Metrop. Salisb. 94 aus C = Yepes Coron. ord. s. Ben. 2, app. 22 = ed. Weiss 2, 518 no 37 = Hund-Gewold Metrop. Salisb. ed. Monac. 1, 226 = ed. Ratisb. 1, 151 = Widukind ed. Meibom 130 = Meibom SS. 1,753 = Lünig RA. 18a 649 no 20; Pez Thes. 1o, 53 no 4 aus B und Hund-Gewold ed. Monac. = Hansiz Germ. sacra 3, prodrom. 109 = Mansi Conc. ed. I, 1, 1139 = ed. II, 18, 463; Bibl. s. Emmerami 2,198 no 32 aus B; L. prob. Ratisb. 113 no 45 aus B und Hund-Gewold ed. Monac.; Oefele SS. Boic. 1, 175 aus C; Resch Ann. Sabion. 2,197 aus B; Beurk. Gerechtsame von S. Emmeram 48 no 5 aus B; M. Boica 31a 206 no 107 aus B und Oefele; *M. G. DD. 1,620 no 457 spur. aus B und C. Fälschung ohne echte vorlage; einzelne wendungen stimmen wörtlich mit den oben genannten ältern fälschungen überein; ausstellung auf römischer synode aus Jaffé-E. 2500, daher die in B und C ohne eschatokoll überlieferte fälschung (das or. ward bereits 1680 vermisst) hier zum letzten aufenthalt in Rom eingereiht; entstanden wahrscheinlich nach 1125, da sie in den C. Udalrici nicht aufgenommen (vgl. M. G. DD. 1, 619), frühestens im 11. iahrh., da Bobbio bereits als bischofsitz genannt ist; das verzeichniss der bistümer stammt wol aus einem provinciale.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 539, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0972-00-00_1_0_2_1_1_924_539
(Abgerufen am 23.01.2017).