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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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schenkt der kirche von Meissen unter bischof Folchold mit wissen und zustimmung seines sohnes des kaisers auf dessen und auf seiner gemalin Adelheid fürbitte den zehnten alles tributes von honig pelz silber sklaven schweinen getreide und von der uberchoufunga (vgl. Waitz VG. 8, 368) aus den provinzen Dalaminza, Nisane, Diedesa, Milzsane und Lusiza, mit der bestimmung dass diese quote vor der teilung zwischen dem fiskus und dem grafen an den bischof abzuführen sei. Willisus canc. adv. Rodberti archicap. Or. Dresden. ‒ Neumann Meissner Urk. 1 no 1; Köhler C. d. Lusatiae sup. ed. II, 1b 1 no 1; C. d. Saxoniae regiae II, 1, 11 no 8, alle zu 970 und I, 1, 251 no 13 fragment zu 970‒971; *M. G. DD. 1, 553 no 406. ‒ Blanquet, von einem kanzleinotar mit titulatur und publikationsformel sowie mit den beiden unterschriftzeilen versehen, dann von einem privatschreiber ungeschickt und ohne kenntniss der kanzleiformen ausgefüllt, daher mangelhafte datirung, anführung der zustimmung Ottos II. in subiektiver form; glaubwürdigkeit des inhaltes steht ausser frage, vgl. M. G. DD. 1, 553 und Uhlirz in Mittheil, des Inst. f. öst. GF. ergbd. 1, 366‒370 und Gesch. von Magdeburg 65. Der teilweise widerspruch mit früheren vergabungen der prov. Lusici an Brandenburg (no 169), und honigzehents auch an Magdeburg (no 406) mag mit dem recht des kaisers die zehnten nach bedürfniss zu verteilen (no 310) und mit den erfolgen von Geros feldzug 963 (no 394a) zusammenhängen. ‒ Von daten ist nur a. r. XXXV zur kaiserlichen unterschriftzeile, und der ausstellungsort zur rekognition hinzugefügt, danach und mit berücksichtigung der rekognition eingereiht; dass als erste genauer datirte urkunde mit der rekognition Willigis erst no 535 bekannt ist, kann nicht für spätere einordnung (so M. G. DD. und Sickel in Beitr. VIII. Wiener SB. 101, 177 anm. 2) geltend gemacht werden, aber auch spätere ausstellung (Ficker UL. 2,134 und Uhlirz l. c. 368) ist wenigstens nicht notwendig, da Folchold bereits 969 bischof wurde, vgl. C. d. Sax. reg. II, 1, einl. 16.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 531, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0971-00-00_2_0_2_1_1_911_531
(Abgerufen am 28.07.2017).