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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Belehnung Wibolds des archidiakons von Noyon, welcher von den optimaten von Cambrai brieflich vom kaiser als nachfolger des verstorbenen bischofs Ansbert erbeten worden und nach einlangen der kaiserlichen zustimmung sofort im sommer nach Italien gereist war, mit dem bistum; der bischof kehrt krank heim. Gesta ep. Camerac. I, 90. 91 M. G. SS. 7,438, wegen des zeitpunktes anm. 43. ‒ Entsendung des erzbischofs Gero von Köln mit 2 bischöfen mit herzogen und grafen, um in Konstantinopel die tochter des griechischen kaisers (Romanus II., vgl.no 536b) für Otto II. zu freien. Hugonis Flavin. chr. II, 8 M.G.SS. 8, 374, die glaubwürdigkeit der nachricht ‒ nur die begleitung von herzogen ist ohne zweifel übertrieben ‒ wird ausser den von Dümmler Otto I. 478 anm. 2 angeführten gründen noch durch die in Jaffé-L. 3754 gemeldete anwesenheit Geros in Rom unterstützt, doch nötigt diese bulle nicht, die absendung der gesandtschaft erst zu anfang 972 zu setzen (Dümmler l. c. anm. 4), 3 monate hätten zur hinreise, zu aufenthalt in Konstantinopel und zu der gewiss mit möglichster bequemlichkeit gemachten rückreise in begleitung der prinzessin Theophanu kaum hingereicht; als teilnehmer an dieser gesandtschaft vermutet Dümmler ib. anm. 3 den bischof Liudprand von Cremona, da derselbe nach der Transl. s. Hymerii M. G. SS. 3, 267 anm. 23 von einer im kaiserlichen dienst nach Konstantinopel unternommenen reise nicht mehr zurückkehrte. Statimque nuntius transmisit in Constantinopolim, ut de sanguine regale suos natos iungere, Benedicti s. Andreae chr. c. 38, vgl. aber no 468c; anlass boten offenbar die durch den freigelassenen Pandulf gemachten anträge (no 523a). ‒ Die reise des am 18. mai 971 gewählten abtes Notker von S. Gallen zum kaiser, um die intronisirung zu erlangen, ist durch die verwirrte meldung in Ekkehardi Casus s. Galli ib. 2,135 und ausführlich 138 = S. Gallner Mittheil. 15, 397. 414 c. 122. 128 ‒ 133 zu wenig beglaubigt, vgl. ebenda anm. 1497.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 533a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0971-00-00_1_0_2_1_1_914_533a
(Abgerufen am 24.01.2017).