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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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bestätigt der kirche von Worms auf bitte des in allem getreuen bischofs Anno zur beendigung eines iährlich wiederkehrenden streites mit dem kloster Lorsch, welches dem hochstift den waldzins (silvaticum, vgl. Waitz VG. 4 2,124) im Odenwald im Ladengau abstreitet, laut den vorgelegten urkunden der k. Dagobert (M. G. DD. Merov. 139, fälschung), Pippin (BM. 97?), Karl (BM. 338, fälschung) und Ludwig (d. Deutsche, BM. 1374, fälschung) die von dem erstgenannten geschenkte stadt Ladenburg mit markt zoll waldzins im Odenwald und mit aller nutzung im Ladengau und in Iutraha (?, intrantia BM. 1374, et Iutraha Dagobert) sowie die immunität, namentlich aber den genannten waldzins. Liutigerus canc. adv. Ruodperti archicap. Or. Darmstadt. ‒ Schannat Hist. Worm. 2,22 no 25; *M. G. DD. 1,534 no 392; Boos Wormser UB. 1,24 no 33. ‒ Als vorlagen wurden die drei oben genannten fälschungen (nicht aber das priv. Pippins) benutzt, am ausgedehntesten iene auf den namen Ludwigs, in einzelnem schliesst sich der wortlaut aber auch den beiden andern näher an. Echtheit und originalität ist durch den schriftbefund sicher gestellt, da nur der kontext von einem Wormser, das protokoll aber von einem auch in no 513 verwendeten kanzleischreiber herrührt; über die entstehung der ältern fälschungen unter bischof Anno vgl. M. G. DD l. c. und die bemerkungen zu BM. 338. 1374.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 517, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0970-04-10_1_0_2_1_1_883_517
(Abgerufen am 26.02.2017).