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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(infra pal.) übergibt der kirche von Metz, welcher sein vetter Deoderich vorsteht, auf bitte seiner gemalin Adelheid und seines sohnes Otto das vom edlen (quondam A, quidam Miraeus. nach Hist. Walciodor. c. 19 lebte er noch) Eilbert und dessen gattin Hersinde auf eigengut gegründete und dem reich übertragene kloster zu Waulsort im Lommaschgau (vgl. no 140) mit dem recht den abt zu ernennen (und unter der bedingung, dass Deoderich den von seinem vorgänger Adalbero der kirche von Metz geschenkten ort Hastière an dieses kloster abtrete und demselben wegen der benachbarten lage unlöslich vereine). Liudgerius canc. adv. Hattonis archiepi. et canc. (!). Ch. von Waulsort s. XIV med. Brüssel (A), ms. des Chr. Walciodor. von 1525 in der seminarbibl. Namur (C). Miraeus Don. Belg. 23 unvollst. aus ms. mit 968, ind. XIV, a. r. XXXVI = Miraeus-Foppens Op. 1,343 = Calmet Hist. de Lorraine ed. I, 1c, 382 = ed. II, 2c, 227 = Bouquet 9, 392 no 13 = Galliot Hist. de Namur 5, 292; Miraeus Not. eccl. Belg. 119 unvollst. aus gleichem ms.; Limminghe Cron. de Namur par Cronendael 2, 621 no 7; *M. G. DD. 1,522 no 381 aus A. C und Miraeus Don. Belg. ‒ Der eingeklammerte satz ist 1150‒1151 eingefügt, um die von kl. Hastière bestrittene (Hist. Walciodor. cont. c. 7 M. G. SS. 14, 535) zugehörigkeit zu Waulsort zu erweisen und die entsprechende bestätigung Konrads III. St. 3581, welche ausdrücklich die verleihung Ottos I. erwähnt, zu erwirken, vgl. M. G. DD. l. c. und Sackur in Quiddes Zeitschr. 1889, 2, 363. ‒ Hastière gehörte zum erbgut des bischofs Adalbero von Metz, welcher dasselbe durch gesiegeltes praecept Ottos (? dignae memoriae Ottonis, und alsbald nach erlangung der bischöflichen würde, daher wol verwechslung mit Heinrich I.) der bischöflichen kirche übertragen liess, 944 aber es an das nonnenkloster S. Glossinde in Metz schenkte, Calmet l. c. ed. I, 1c, 359, besserer druck in Mittheil. des Inst. f. öst. GF. 11,17 (ob aber mit Wolfram ib. 19 als or. zu betrachten?); über die vereinigung mit Waulsort berichtet Sigeberti V. Deoderici c. 6 M. G. SS. 4, 467: (Elbertus) quia praedicti antistitis nostri gloriabatur consanguinitate, praesertim quia eum apud animum regis non parum valere videbat intima familiaritate ... idemque monasterium (Waulsort) pro eius amore iuri s. Mettensis aecclesiae testamento delegavit et imperiali decreto in perpetuum confirmavit. Ille vero ... quia non ingratus erat, tanto gratis aecclesiae suae praestito beneficio .... villam suae ditionis eidem contiguam loco, Hasteriam vocabulo, cum apenditiis suis eidem coniunxit coenobio. Auch Wibald von Stablo betrachtet diese übergabe noch als schenkung Deoderichs (Jaffé Bibl. 1,422), erst die Hist. Walciodor. c. 18, welcher übrigens die V. Deoderici vorlag (nach dieser quelle wird Eilbert zum grafen und verwandten des kaisers gemacht), sieht diese abtretung als tausch an, gleich und auf grund der interpolation in no 505; die gänzliche unzuverlässigkeit der Hist. Walciodor. und des in c. 18‒21 enthaltenen berichtes über die geschiente dieser vereinigung hat Sackur l. c..344 ff., namentlich 374 ff. dargethan, nur übersehen dass manche unrichtigkeiten auf Sigeberts V. Deoderici zurückgehen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 505, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0969-12-16_1_0_2_1_1_869_505
(Abgerufen am 26.03.2017).