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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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bestätigt der kirche von Asti unter dem von ihm eingesetzten (nostri examinis gratia deservit) bischof Rozo auf fürsprache des bischofs Hubert von Parma seines ausgezeichneten erzkanzlers alle von seinen vorgängern oder andern in der Lombardei und im ganzen italienischen königreich verliehenen besitzungen und besitztitel, namentlich alle kastelle, das kloster Azzano (Agiano), die zu Pedona dem h. Dalmacius geweihte abtei und kanonie (Borgo S. Dalmazzo), den hof Campello (prov. Novara, circ. Valsesia) und die wälder von Andona (bei Asti) und Banale, alle gewalt und den zoll in der stadt und in einem umkreis von 4 miglien, den uferzoll vom Tanaro, das recht auf ihrem gebiet befestigungen strassen und wasserwerke anzulegen, ferner bei der stadt eine schiffsfähre auf dem Tanaro mit dem zoll, marktrecht zu Guargnento (ö. Alessandria, schon 954 durch Berengar und Adalbert verliehen, B. 1436) dessen erträgniss für die lichter in S. Dalmazzo zu verwenden ist, endlich gerichtsbarkeit mit missatischen befugnissen über alle bewohner des bischöflichen gebietes und freiheit von öffentlichen abgaben. Busse 1000 pfund gold. Ambrosius canc. ad v. Uberti epi. et archicanc. Libro verde d'Asti von 1353 Turin. ‒ Ughelli Italia sacra ed. I,4, 496 = ed. II, 4, 348; M. Patriae chart. 1, 221 no 132; *M. G. DD. 1,513 no 374. Erweiterung von no 329, aus dem einzelne ausdrücke herübergenommen sind; inhaltlich ganz unverdächtig, vgl. (gegen Dümmler Otto I. 462 anm. 3.531 anm. 3) Ficker Ital. Forsch. 2,16, Rieger Ital. Immunitätspriv. 13 und Ottenthal in Mittheil. des Inst. f. öst. GF. ergbd. 1, 144; vgl. auch Cipolla Rozone di Asti (Mem. dell'accad. di Torino ser. II tom. 42) 7‒12. ‒ Der ausstellungsort ist nach dem ganzen itinerar nicht mit Stumpf Reichskanzler no 467 auf den bei Cattolica in das adriatische meer mündenden fluss Conca sondern auf Conca della Campania, nw. Teano nicht weit von der strasse nach Montecasino zu deuten; Romania bedeutet hier wie mehrfach (z. b. Cont. Reginonis 963. 967; Thangmari V. Bernwardi c. 22.36) Mittel- und Süditalien und zwar, im gegensatz zu den zusätzen Calabria, Apulia in den vorausgehenden urkunden, den zum kaiserreich gehörigen teil; nach dem datum der folgenden bulle ist wahrscheinlich die tagesangabe entweder verderbt, etwa XIII kl. statt XVI kl., oder der ort bezieht sich auf die um einige tage früher fallende handlung.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 494, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0969-05-20_1_0_2_1_1_855_494
(Abgerufen am 22.01.2017).