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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(Magdeburg) beurkundet dass er der edlen Bertha, der wittwe des grafen Bernhard von Borghorst und deren tochter Hathwig auf beider bitte und nach reiflicher überlegung mit seinen getreuen gestattet habe, das schloss Borghorst mit den zugehörigen gütern unter zustimmung der miterben in ein kloster des h. Nicomed zu verwandeln, dass er auf deren weitere bitte dem nun gegründeten kloster kaiserlichen schutz und freiheit verleihe und den schirm an Adalbert den ersten erzbischof von Magdeburg und dessen nachfolger übertrage, welchem das kloster einen iährlichen rekognitionszins von 10 solidi zu zahlen habe, wogegen es von abgaben und visitation durch den ordinarius, ausser auf bitten der abtissin, befreit wird, dass es auch immunität und gerichtstand vor dem von dem kaiser belehnten vogt (vgl. Waitz VG. 7,344) und freie wahl der abtissin, zunächst aus dem geschlecht der stifterinnen, iedoch mit bestätigung des erzbischofs geniessen solle. Koncept zu einem transs. von 1540 Magdeburg (A) (über die ausfertigung des transs. vgl. Diekamp Westf. UB. Suppl. no 476). ‒ Ludewig Reliquiae 12,380 no 71 aus k. von A; Niesert Münster. Urkundensamml. 2,14 no 6 aus Ludewig und k. von A; Wilmans-Philippi Westf. KU. 2, 86 no 89 und *M. G. DD. 1,610 no 450 spur. aus A, beide irrig zu nov. 23. Fälschung auf grund der urk. Ottos n. (no 86) und III. (no 52) = St. 631. 922. Danach bestand ein privileg Ottos I. (deperd.), welches besagte, dass Bertha und Hathwig (O. II., nur Bertha O. III.) das kloster Borghorst stifteten und Otto I. übertrugen mit der bitte es unter den schutz des erzb. von Magdeburg zu stellen, nach Otto III. hatte der erzb. auch das recht abtissin und vogt zu ernennen; erklärt O. II. weiter, er renovire das priv. seines vaters, indem er schutz immunität und gerichtstand vor dem vogt, ausschluss des ordinarius ausser bei einkleidungen und weihe der kleriker, endlich wahl der abtissin (= der fälschung) verleihe, so wird auch diese angabe zutreffen. Dass nach dem diktat und der westfälischem gebrauch entsprechenden datirungsformel (datum a. inc. 968, ind. XI, X. kal. nov. Magdeburg, a. r. XXXIII, imp. VIII) nicht das deperd. Ottos I. vorlage gewesen sein kann, und die zeitangaben nicht mit Ficker UL. 1, 196 auf dasselbe zu beziehen sind, vgl. M. G. DD. 1, 609; über den zweck der fälschung Westf. UB. 3, 455.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 483, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0968-10-23_1_0_2_1_1_835_483
(Abgerufen am 29.04.2017).