Regestendatenbank - 176.571 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

Sie sehen den Datensatz 812 von insgesamt 982.

Ueberbringung der waffen Wichmanns und der nachricht von dessen tödtung. Widukind III, 70 in unmittelbarem zusammenhang mit dem folgenden briefe. Wichmann vom Abodritenfürsten Selibur um unterstützung in dem kampf gegen herzog Hermann angegangen, begab sich, nachdem die stadt Seliburs während der abwesenheit Wichmanns von Hermann eingenommen worden war, zu den Vuloini (= Wilini, Adami Gesta Hammab. II,18) und bewog dieselben zu einem feldzug gegen Misaca von Polen, den freund des kaisers. Dieser von seinem schwiegersohn Boleslav von Böhmen mit reiterei unterstützt, umgeht und schlägt das fussvolk der Vuloini, Wichmann durch das misstrauen der seinigen gezwungen die schlacht zu fuss mitzufechten, will sich nach tapferm kampfe nur dem herzoge selbst ergeben, wird aber von dem inzwischen herbeigeströmten volk heftig angegriffen. Zu tode ermüdet und verwundet übergibt er dem vornehmsten Polen das schwert mit dem auftrage, der herzog solle es dem kaiser zusenden, quo sciat aut hostem occisum irridere vel certe propinquum deflere, dann stirbt er. Talisque (finis) omnibus fere qui contra imperatorem arma sumpserunt, Widukind III, 68. 69. Das Necr. Luneburg. (Wedekind Noten 3, 70) meldet den tod zum 22. sept., über das iahr vgl. Dümmler Otto I. 434 anm. 2; das erbgut Wichmanns verteilte Otto unter die klöster S. Michael zu Lüneburg und Kemnade an der Weser: Hec duo cenobia dono imperatoris maxime fundata sunt (vgl. aber no 250) et regali auctoritate corroborata, Annalista Saxo 967 und fast wörtlich wiederholt 970 M. G. SS. 6,621. 624.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 466a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0968-00-00_1_0_2_1_1_812_466a
(Abgerufen am 24.09.2017).