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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(in prefato monasterio) restituirt dem kloster S. Severo in Classe bei Ravenna ‒ auf die von den mönchen des klosters und vielen andern ravennatischen klerikern vor ihm, als er mit dem Patriarchen Radald von Aquileia, dem erzbischof Petrus von Ravenna, den bischöfen Diederich von Metz und Landvard von Minden über die zustände der kirchen beriet, erhobene klage, dass durch die seitens gewissenloser äbte erfolgte vergabung von klostergütern an laien zu niedrigem, noch dazu kaum ie entrichtetem zins das kloster so verarmt sei, dass die regel nicht mehr eingehalten werden, könne und die baulichkeiten einsturz drohen ‒ die meisten besitzungen und besitztitel, schenkt demselben fischerei und weide auf der zwischen dem Padareno (Fiumi uniti?), Canale Candiano und dem meere gelegenen insel (ö. Ravenna) und gebietet in zukunft kirchengüter nur an bauern zu verpachten. Busse 100 pfund gold. Ambrosius canc. adv. Huberti epi. et archicanc. K. s. XIII Ravenna bibl. Classense (B). Mittarelli Ann. Camald. 1b,77 no 31 aus angebl. or.; *M. G. DD. 1,477 no 349 aus B und Mittarelli. Ueber die einschaltung der klageschrift, möglicher weise auch einer aufzeichnung über die damals in Ravenna gefassten beschlüsse wegen leihe von kirchengütern, sowie über teilweise entstellung des sonst unanfechtbaren textes und die auf gleiche schon korrumpirte quelle wie B zurückgehende druckvorlage Mittarellis vgl. M. G. DD. 1,476; eine ähnliche bittschrift ist auch in no 540 für Ravenna eingeschaltet, so redselige narratio ist in italienischen urkunden nicht selten; die hier genannten bischöfe treten auch in no 464 in Rom wieder auf.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 458, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0967-11-25_1_0_2_1_1_799_458
(Abgerufen am 10.12.2016).