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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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bestätigt der kirche von Verona, welcher durch kaiserliche gunst bischof Rather vorsteht, auf fürsprache seines gleichnamigen sohnes alle verleihungen seiner vorgänger, restituirt ihr den angeblich durch seine vorgänger verliehenen markt am feste des h. Zeno und am palmsonntag (vgl. die notiz über schenkung eines k. Karl in Mitth. des Inst. f. öst. GF. 2, 92 no 4), schenkt ihr auch noch den rest der königlichen einkünfte von den stadttoren S. Zeno und S. Fermo sowie einen teil des uferzolles, befreit die bischöflichen kastelle und deren einwohner von aller öffentlichen gewalt und leistung und unterstellt sie der gerichtsbarkeit des bischofs, verbietet die fischerei in den zur kirche gehörigen gewässern, wo sie nicht seit alters frei war, erklärt alle seit der erhebung des ietzigen bischofs dolos abgeschlossenen pacht- tausch- und prekarieverträge für nichtig und nimmt den bischof mit rücksicht auf die von ihm bereits erduldeten unbilden (vgl. no 455a) in seinen besondern schutz, sichert die getreuen welche ihn unterstützen vor ieder schädigung, unter festsetzung der strafe gegen fernerhin noch wider ihn rebellirende kleriker und unfreie sowie gegen öffentliche beamte, welch letztere bei eingriffen in die bischöflichen rechte, bei occupirung von kirchengut und bei widerrechtlicher schutzgewährung an kleriker oder kirchenholden 100 pfund gold und schadenersatz, bei verleitung der kastellane zum abfall dem könig die bann- und dem bischof die immunitätsbusse zu zahlen haben. Ambrosius canc. adv. Huberti epi. et archicanc. Or. kapitelarch. Verona (A). Ughelli Italia sacra ed. I, 5, 646 ohne quellenangabe = ed. II, 5, 735 = Leibnitz Ann. 3,199; Ratherii Op. ed. Ballerini 457 aus A = Migne Patrol. 136,599; *M. G. DD. 1,474 no 348 aus A. Nicht in der kanzlei verfasst und geschrieben; das koncept wahrscheinlich von Rather selbst herrührend, dessen schrift Qualitatis coniectura cuiusdam (Ballerini 373 ff., vgl. no 437c) als bittschrift gedient zu haben scheint; echtheit und originalität nicht zu bezweifeln, vgl. M. G. DD. l. c. ‒ Contrada di Balsemate nach Ballerini 462 flurname am linken Mincioufer gegenüber von Monzambano (s. Peschiera).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 457, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0967-11-05_1_0_2_1_1_796_457
(Abgerufen am 20.01.2017).