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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(infra civ. Classis infra mansionem domnicatus hubi d. O. imp. resid. prope s. Severus) Gerichtsverhandlung unter vorsitz des kaisers und des papstes Johannes (XIII). Auf die vom avocator des erzbischofs Petrus von Ravenna erhobene klage, dass der diakon Rainer, ein sohn des grafen Tendegrim und der gräfin Ingelrad, dreimal (nach Rom vor den papst, nach S. Apollinare nuovo in Ravenna, vgl. no 444, und hierher) ergangener gerichtlicher ladung auf klage wegen gewaltsamen einbruches in das erzbistum Ravenna, gefangennahme des erzbischofs und beraubung des kirchenschatzes nicht folge geleistet habe, werden, nachdem die vorsitzenden Rainers weigerung zu erscheinen bestätigt haben, nach dem ausspruch der iudices et dativi die güter des beklagten dem kläger zuerkannt, worauf der kaiser mit vergoldetem stabe (virga superoperata de auro) dem erzbischof die Investitur dieses besitzes erteilt, dem konsul von Ravenna die körperliche besitzeinweisung aufträgt und dem pfalzgrafen Odbert befiehlt, die besitzeinweisung durch einen bann von 2000 goldmankusen zu schützen. Beisitzer: Romanorum, Francorum, Langobardorum, Saxorum, Allamannorum genus, darunter die erzb. Petrus von Ravenna, Gualpert von Mailand, patriarch Rodald von Aquileia; die bischöfe Landuard von Minden, Other (von Speier), Guido von Modena, Hubert von Parma, Liutio von Cremona, Ermenald von Reggio; mark- und pfalzgraf Odbert, könig Konrad (von Burgund), herzog Bucco (wol von Schwaben, vgl. Dümmler Otto I. 416), markgraf Adelram, die grafen Amizo, Eriprand und Atto von Modena, Bernard und Ugo seu Guido von Parma, Gandulf von Verona, Dato von Mailand, Petrus und dessen bruder Severus oder Sigizo, Lambert, Gerard und dessen bruder Erard, Guarin von Ferrara; duces von Rom und Ravenna; die königsrichter Gualpert, Gualter, Astulf, Acius (diese 3 ohne titel aber der 2. auch in no 527, die beiden andern in Ficker Ital. Forsch. 4,33 als solche bezeichnet) und Griffe; richter von Rom, Ravenna, Ferrara; dativi unter anderm von Ferrara und Faenza; ein teil der beisitzer mit dem markgrafen Odbert an der spitze unterfertigen auch. Or. placitum im erzbisch. archiv Ravenna. ‒ Amadesi Antist. Ravenn. chronotax. 2,252 no 26; (Fantuzzi) M. Ravenn. 2,27 no 12 = Vesi Doc. ed. et ined. 1, 293; *M. G. DD. 1,464 no 340. ‒ Nach formular der Romagna, vgl. Ficker Ital. Forsch. 1,19. ‒ Die bezeichnung des kaisers als ‚spiritalis filius‘ entspricht dem kurialen stil, wie umgekehrt im Ludovicianum BM. 622 und unten no 540 der papst ‚spiritalis pater‘ heisst.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 445, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0967-04-17_1_0_2_1_1_779_445
(Abgerufen am 29.03.2017).