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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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bestätigt den kanonikern an der von Karl d. Grossen zu ehren des Salvators und der h. Maria erbauten pfalzkapelle zu Aachen unter dem probst Brun namentlich aufgezählte besitzungen im Lüttichgau (Liuhgowi) in der grafschaft Richars, im Mühlgau in der grafschaft Eremfreds und im Auelgau in der grafschaft Eberhards, welche sie vom grafen Immo eingetauscht hatten gegen den einem gewissen Rudolf wegen untreue konfiscirten und vom kaiser zunächst der pfalzkapelle geschenkten hof Gelmen im Haspengau in der grafschaft Werenhars, sowie ebenfalls zu ihrem lebensunterhalt die kirche zu Düren (vgl. no 100), verleiht ihnen ‒ unter missbilligung der durch seine vorgänger erfolgten vergabung von abteien welche mit königschutz immunität und freiem wahlrecht ausgestattet waren, an bischöfe äbte anderer klöster oder gar an laien (vgl. no 193) ‒ nach rat der erzbischöfe Willehelm von Mainz und Theoderich von Trier, der bischöfe Theoderich von Metz, Anno von Worms, Lantward von Minden und Gerard von Toul, sowie der übrigen grossen, der äbte herzoge markgrafen und grafen ‚hoc palatium Aquisgrani, precipuam cis Alpes regiam sedem [frequentantium]‘, freie wahl des probstes aus ihrer eignen mitte, findet sich unter ihnen kein geeigneter, so soll die einsetzung dem kaiser zufallen, aber weder ein bischof noch ein mönch für dieses amt ausersehen werden, gewährt ihnen endlich unabhängigkeit königschutz und immunität. Luitolfus canc. adv. Willehelmi archicap. L. priv. s. Mariae Aqu. s. XII ex. k. bibl. Berlin (A), kopialb. s. XIII in. stadtarch. Aachen (B). Beeck Aquisgranum 181 regest aus A; Ritz in Ledebur Arch. 7, 298 no 1 aus A. B; Philippe Mouskes ed. Reiffenberg 1,553 no 5 aus A; Quix C. d. Aqu. 1,10 no 14 aus B; Lacomblet Niederrhein. UB. 1,63 no 107 aus B = Wolters C. d. Lossensis 21 no 25 = Sloet OB. van Gelre 93 no 99; Ernst Hist. de Limbourg 6,96 no 11 und *M. G. DD. 1,429 no 316 aus A. B; die schenkung von Erkelenze im Mühlgau erwähnt auch das Necr. Aquense Quix 28. Ausser der kanzlei verfasst, daher auch die echt lothringische betonung der kirchlichen unabhängigkeit und andere überschwänglichkeit kaum zu beanstanden.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 418, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0966-01-17_1_0_2_1_1_735_418
(Abgerufen am 20.01.2017).