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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Weihnachtsfeier, hoftag, cunctaque ibi Lothariensis regni negotia prout sibi videbatur, disposuit, Cont. Reginonis 966. Veranlasst durch den tod seines bruders des erzbischofs Brun, welcher nach dem hoftage zu Köln no 386b in begleitung der bischöfe von Verdun und Metz nach Compiègne gereist war, zwischen seinen hadernden neffen (k. Lothar und den söhnen Hugos von Francien) einen ausgleich erzielt hatte, auf dem rückwege zu Reims erkrankte, am 11. okt. starb, und in Köln begraben wurde. Ruotgeri V. Brunonis c. 43‒48 M. G. SS. 4, 271, die übrigen nachrichten über seinen tod gesammelt bei Dümmler Otto I. 396.594. An ihm verlor Otto eine seiner besten stützen: dem kaiser unwandelbar ergeben (germani par semper invictum Ruotger c. 41) hatte er nicht bloss Lothringen ex inculto et fero paccatum reddidit et mansuetum (vgl. no 235a. 239b), set etiam per totum regnum gloriosissimi imperatoris sui in dei rebus et salute tocius populi strenuissime operatus est. Erat enim eidem omnino communis cura cum seniore et germano suo, quorum uterque de altero merito gloriabatur in domino, Ruotger c. 39, vgl. c. 42; vir ducatu pariter et episcopatu dignissimus, Cont. Reginonis; Otto dolens se unico solatio viduatum (wol aus Ruotger c. 20) übertrug nach dem übermässig lobenden Sigebert von Gembloux (V. Deoderici Met. c.8 ib. 4, 468) seine ganze liebe auf den bischof Thiederich von Metz. Als nachfolger im erzbistum ernannte der kaiser Bruns vertrauten kaplan und verwalter (Ruotger c. 46) Folkmar = Poppo, Thietmar II, 24(16); das erzkaplanat aber blieb nun ungeteilt beim Mainzer stuhl, vgl. Sickel Beitr. VII. Wiener SB. 93, 738. Ein herzog für ganz Lothringen wurde gleichfalls nicht wieder ernannt, eine höhere gewalt in Oberlothringen behielt herzog Friedrich (vgl. Dümmler Otto I. 403), welcher vielleicht hier oder schon auf dem hoftag im iuni durch den bischof Gerard von Toul beim kaiser wegen der erbauung des schlosses Bar auf dem boden der Touler kirche verklagt wurde; nach befehl Ottos entschädigt er das stift durch die klöster Medianum (Moyen-moutier) und Galilaea. Chr. Mediani mon. c. 10 ib. 4,91. ‒ Am weihnachtstag weiht in anwesenheit des kaisers bischof Ingramm von Cambrai den durch b. Everaclus von Lüttich (welcher ebenfalls am hofe weilte) zum abt von Lobbes ernannten Folcuin. Folcuini Gesta abb. Lob. c. 28 ib. 4,69.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 414a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0965-12-25_1_0_2_1_1_730_414a
(Abgerufen am 28.05.2017).