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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(Noviomago) bestätigt dem kloster an dem vom volk einst Ursidongus, ietzt Cella genannten orte (S. Ghislain, Hennegau, arr. Mons), nach welchem der h. Gislanus aus Athen kam, welches dann durch k. Dagobert bereichert, von den h. Otbert und Amand zu ehren der apostelfürsten geweiht wurde ‚ut in gestis legitur‘ (= V. s. Gisleni), die namentlich aufgezählten besitzungen und verleiht ihm schutz. Adalgerus canc. et eps. vice Bardonis archicanc. Angebl. or. (radirtes or. Heinrichs III.) Brüssel (A). Miraeus Don. Belg. 373 aus k. = Miraeus-Foppens Op. 1, 505; Miraeus Not. eccl. Belg. 111 unvollst. aus A; Gallia christ. ed. II, 3b, 15 no 12 e chart.; Baudry in M. de Namur 8, 293 und *M. G. DD. 1, 605 no 447 spur. aus A. Fälschung, bewerkstelligt indem man ein or. Heinrichs III. von 1044 bis auf rekognition tagesdatum indiktion und ausstellungsort radirte, die andern iahresangaben aus no 390 einsetzte (daher neuausfertigung unter altem Protokoll, Ficker UL. 1, 311, ausgeschlossen), den text mit hilfe der ähnlich verfälschten urk. Heinrichs II. St. 1703 und Konrads II. St. 2059 und der V. s. Gisleni (vgl. besonders c. 9, Acta SS. oct. 4, 1032) fabrizirte. Die fälschung fällt in die zweite hälfte des 12. iahrh., weil in der bestätigung Konrads III. St. 3501 (1145) noch das priv. Heinrichs III., nicht aber ienes Ottos I. genannt ist, vgl. M. G. DD. 1, 604, andererseits aber die publikationsformel noverint duces et marchiones comites etiam nostri et principes et tocius regni nostri procerum multitudo noch der ältern gliederung des reichsfürstenstandes entspricht, Ficker Reichsfürstenstand 1, 94.111. ‒ Ueber zweck der fälschung vgl. M. G. DD. l. c.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 381, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0965-05-01_1_0_2_1_1_690_381
(Abgerufen am 28.07.2017).