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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(Wiha) schenkt dem kloster S. Moriz zu Magdeburg für das wol seiner gemalin Aedheid (= Edgith, † 946) und seines sohnes Liudolf († 957) auf vorstellung der erzb. Friderich († 954) von Mainz und Adaldag (von Hamburg) und des bischofs Bernhard von Halberstadt in gegenwart des markgrafen Gero, der grafen Cristian, Liuthar, Friderich, Brun und dessen sohnes Liudolf den königshof Evessen (Hebesheim, das indorsat s. X Eveshem ergibt die richtige deutung auf den in Braunschweig amt Schöppenstedt gelegenen ort, vgl. Böttger Diöcesangr. 3, 167, während Wedekind Noten 1, 44 es für Hessen hielt) im Derlingau in der grafschaft des genannten grafen Bruno. Geistliche strafdrohung. Liudolfus canc. adv. Brunonis archicap. Or. mit ind.IIII Berlin (A), Magdeb. kopialb. s. XV Magdeburg (D). Sagittarius Ant. Magdeb. ed. I, 100 regest aus ms. des Olearius; Eckhart Hist. gen. Sax. 185 no 2 aus ms.; Harenberg Hist. Gandersh. 1347 no 1 aus A; Gercken C. d. Brandenb. 8, 633 no 99 aus D; aus A Jaffé Dipl. 11 no 9; Heinemann C. d. Anhalt. 1, 19 no 25 zu 952 und *M. G. DD. 1, 421 no 306. Von dem 965‒993 nachweisbaren kanzleinotar Liudolf I geschrieben, welcher für den kontext no 377.394.397 und no 70 benutzt, das protokoll bis auf das actum aus no 377 wiederholt, aber stets rex statt imperator eingesetzt hat. Da Otto III. 992 (St. 978) diese urk. mit berufung auf seinen grossvater bestätigte, ist echtheit nicht zu bezweifeln, sondern spätere beurkundung einer in die königszeit Ottos I. zurückgehenden handlung anzunehmen, vgl.M.G.DD. 1, 421 und Ficker UL. 1, 27; dazu stimmen auch die im kontext als lebend angeführten personen. Da in no 108 bereits der hier erwähnte sohn des grafen Brun als graf im Derlingau genannt ist, muss die handlung vor okt. 942 fallen; in den vorausgehenden iahren ist ein aufenthalt des königs zu Wiehe zwar nie bezeugt aber wiederholt möglich, er weilt z. b. 937 im nahen Allstedt (no 73), 942 im benachbarten Memleben (no 106); da die hier erwähnten bischöfe und markgraf Gero in no 70 auftreten, dürfte die handlung in iene zeit fallen, vgl. no 73a.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 380, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0965-04-12_4_0_2_1_1_688_380
(Abgerufen am 23.01.2017).