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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(Northusun) schenkt dem kloster S. Johannes bapt. in der vorstadt zu Magdeburg (= kl. Berge) den zehent des honigzinses aus der zur grafschaft Udos gehörigen slavischen provinz Nizizi mit namentlicher anführung von 17 burgen (urbes) in derselben. Liudulfus canc. adv. Wilhelmi archipraes. et summi cap. Angebl. or. s. XI Berlin. ‒ Torquatus in Boysen M. ined. 1, 221 fragment; Höfer Zeitschr. 1, 371 no 9; Jaffé Dipl. 10 no 8; Heinemann C. d. Anhalt. 1, 35 no 45 zu 966; Holstein UB. des Kl. Berge 1 no 1 nebst facs.; *M. Gr. DD. 1, 604 no 446 spur.; erwähnt vom Annalista Saxo 969 M. Gr. SS. 6, 622. Fassung weil aus no 378. 507 zusammengesetzt, nicht zu beanstanden, auch abweichung der ortsangabe liesse sich erklären (Ficker UL. 1, 196); fälschung ergibt sich aus der dem 11. iahrh. angehörigen schrift, welche die hand des kanzleinotars It. C. nachahmt (der erst 968 in der deutschen kanzlei verwendet ward, also nicht adv. Wilhelmi rekognoscirt haben kann) und vor allem aus dem inhalt, da kl. Berge erst nach und infolge der tatsächlichen errichtung des erzbistums bei S. Moriz gegründet wurde, vgl. no 485a. 507. Während der fälscher den wortlaut ausgezeichnet traf, zwang ihn die verleihung dieses zehents an S. Moriz im iuli 965 (no 406) zu solchem anachronismus. Die zeitangaben sind no 378 entlehnt, der ort vielleicht der V. Mahthildis (ant. c. 14, post. c. 22), vgl. M. Gr. DD. 1, 603; die schreibvorlage ist kaum in den noch erhaltenen Magdeb. urk. zu suchen, da no 510 (diktat des It. C) nicht dieselbe titulatur für den erzkaplan hat (vgl. auch no 488), auch die rekognition Wilhelms ist keiner der früher genannten urk. entnommen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 379, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0965-04-12_3_0_2_1_1_687_379
(Abgerufen am 28.03.2017).