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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Anwesend mit den erzbischöfen Willihelm von Mainz und Adaldag von Hamburg, den bischöfen Anno von Worms, Bruno von Verden, Landward von Minden und Adalberht (dem Rügenbischof, vgl. no 338a), als bischof Bernhard von Halberstadt ‒ nachdem er vom kaiser durch lebenslängliche überlassung des früher vom verstorbenen markgrafen Gero besessenen hofes und der kirche S. Ciriac zu Magdeburg entschädigt worden war ‒ den zehent der villen Olvenstedt, Ebendorf (Iuandorp, nicht Niandorp, vgl. Uhlirz Gesch. von Magdeburg 51 anm. 1), Nord-Ammensleben für die dauer seines lebens dem kloster zu Magdeburg überlässt, das rechtsgeschäft auf befehl des kaisers beurkundet und die urkunde auf dem S. Morizaltar niederlegt. Zwei or. Berlin (A) und Magdeburg (B), Halberst. kopialb. s. XIV in der dombibl. zu Halberstadt aus B (C). Ludewig Reliquiae 7,490 no 39 aus C; *Grosfeld Or. Magdeb. 76 no 2 aus A; Heinemann C. d. Anhalt. 1,34 no 44 und *Schmidt Halberst. UB. 1,17 no 35 aus B. Von den daten (a. inc. 965, ind. VIII, a. r. XXX, a. imp. V, a. ord. mee XLIII) stimmen bei kanzleigemässer berechnung die 3 ersten bis zum 7. aug. 965 überein, die beiden letzten aber erst 966 febr. 2 bis 967 ian. 1; für die einreihung ist massgebend dass 965 die anwesenheit Adaldags bei hofe sicher (no 409), die Bruns von Verden wahrscheinlich (no 398) ist, dass der besitz Geros wol nicht zu lange ledig gelassen wurde, vgl. no 399. ‒ Nach den Gesta ep. Halberst. (M. G. SS. 23,84) verblieb der zehent auch später bei Magdeburg, während der hof und die Ciriacuskirche seitens Halberstadts zurückgestellt wurden; nach derselben quelle war der vertrag scriptis tam imperatoris quam episcopi denotata, worunter aber wol nur die doppelte ausfertigung zu verstehen ist; B ist übrigens durch die worte solo vix nomine episcopus und durch das siegel verdächtig. Nach datirung und formeln gleichzeitig wäre die tauschurkunde desselben bischofs, in welcher er ebenfalls in gegenwart des kaisers, des erzbischofs Wilhelm, der bischöfe Anno von Worms und Alfred von Hildesheim († 874, wol verwechselt mit b. Adelbert der obigen urkunde) sowie vieler anderer bischöfe herzoge und grafen auf fürsprache des kaisers und der abtissin Gerbirg dem kloster Gandersheim zehent an genannten orten gegen weingilte übergibt. Or. Wolfenbüttel (A). Leibnitz SS. Brunsvic. 2,374 unvollst. aus ms. = Lünig RA. 18b, 21 no 8; aus A: Leuckfeld Ant. Halberst. 647 no 27; Harenberg Hist. Gandersh. 619 und *Schmidt Halberst. UB. 1,16 no 34 aus A. Die originalität von A ist iedenfalls fraglich schon wegen der nennung Alfreds von Hildesheim.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 403, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0965-00-00_1_0_2_1_1_717_403
(Abgerufen am 21.10.2017).