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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(„) bestätigt der kirche von Reggio unter bischof Ermenald auf fürsprache seiner gemalin Adelheid und Adelberts des grafen von Reggio und Modena das grafenland sowie die mauern und genannte öffentliche leistungen zu Reggio und im umkreis von 4 miglien, grundstücke in der stadt Pavia und zu Vaccile bei Nonantula (vorlage no 320), die von Karl Gr. geschenkten ehemaligen waldgründe (terram quae fuerit silvam olim) zu Lama fraolaria in der grafschaft Parma innerhalb angegebener grenzen (BM. 229 teilweise vorlage), sowie alle andern besitzungen, auch iene der kanoniker in den gebieten von Luni, Parma, Reggio, Modena, Cremona, Mantua, Ferrara bis an die flüsse Po und Zara nach der durch Karl Gr. (vgl. unten) getroffenen bestimmung, erneuert das verbot, der kirche durch Pachtverträge besitzungen zu entziehen (vgl. no 320), bestätigt endlich das inquisitionsrecht und den schutz. Busse 100 pfund gold. Liutgerus canc. adv. Widonis archicanc. et epi. Or. kapitelarch. Reggio (A). Ughelli Italia sacra ed. I, 5, 1582 aus A mit VII. id. aug. = Affarosi Mem. di S. Prospero 1, 363 no 1 als inserirt in no 360 = Or. Guelf. 1, 280 no 29; Ughelli Italia sacra ed. II, 2, 269 aus A und Ughelli ed. I. = Or. Guelf. 1, 510 no 17; Tiraboschi Mem. Moden. 1b,130 no 107 als inserirt in no 360 aus A und Affarosi; *M. G. DD. 1, 382 no 268 aus A. ‒ In die hauptvorlage no 320 (der auch die intervention entnommen ist) sind bestimmungen aus andern verleihungen in mehr oder weniger wörtlichem gleichlaut aufgenommen: die über Lama fraolaria (insuper ‒ cognovimus) aus BM. 229, die angabe der gebiete, in welchen die besitzungen der kanoniker liegen (verum etiam ‒ in integrum) aus der urk. Hugos und Lothars B. 1411 ‒ die darin vorkommende berufung auf Karl Gr. kann sich nur auf die fälschung BM. 231 beziehen, wo aber die grenzen des bistums in ähnlicher weise angegeben sind, eine sachlage welche hier trotz sehr unkorrekter umarbeitung der vorlage wegen der nennung auch des gebietes von Reggio ausgeschlossen ist ‒; von stabilimus an endlich ist das priv. Ludwigs d. Blinden B. 1457 und no 320 zusammengearbeitet. Zweck der wiederholung von no 320 für denselben bischof dürfte die verbriefung der aus BM. 229 und B. 1411 aufgenommenen sätze gewesen sein. ‒ Die inserirung in das placitum vom folgenden tag verbürgt datirung nach der beurkundung.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 359, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0964-08-08_1_0_2_1_1_658_359
(Abgerufen am 23.07.2017).