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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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bestätigt der kirche von Marsica (am ostufer des Fucinersees) auf bitte des bischofs Albericus, des hochedlen markgrafen Otbert, der grafen Amizo und Petrus gleich seinen vorgängern den besitzstand so wie er unter den bischöfen Liuduin, Honorat, Landuin war, die immunität und behufs leichterer und schnellerer rechtspflege das inquisitionsrecht, schenkt dem bischof Albericus und dessen nachfolgern das kloster S. Michael zu Barrea am Sangro (vgl. no 352) mit allem zubehör in toto imperio Longobardorum et Romanorum und gestattet gemäss dem capitulare seines vorgängers Ludwig die annullirung schädlicher vertrage um kirchengut. Immunitätsbusse von 30 pfund silber. Liuterius canc. ad v. Widonis epi. et archicanc. Or. im arch. des bisch, generalvikariats Paderborn. ‒ Stumpf Acta ined. 714 no 513; *M. G. DD. 1, 375 no 263. ‒ Das or. hat unvollzogenes monogramm und ist unbesiegelt, ob es dem empfänger ausgehändigt wurde und wie es nach Deutschland kam, ist unbekannt; iedenfalls hatte die schenkung keinen bestand, wurde später durch eine nur auf Alberichslebenszeit lautendeausfertigung (deperd.) ersetzt, vgl. Sickel in Mittheil. des Inst.f.öst. GF. ergbd. 1, 129 und auch no 354a. Als vorlage wurden privil. für Barrea benutzt, das eben erst bestätigung erhalten hatte (no 352), entweder die ottonische oder die für erlangung von no 352 vorgelegte urk., welche wol mit dem capitulare Ludovici gemeint ist (vgl. auch das capitulare Lothars BM. 984) oder iene Berengars und Adalberts B. 1435 (mit = bussformel).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 354, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0964-02-19_1_0_2_1_1_644_354
(Abgerufen am 27.07.2017).