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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Aufstand der Römer. Auf die kunde von der teilweisen heeresentlassung (351a) suchte Johannes durch heimliche sendlinge zu einem mordversuch gegen papst Leo und den kaiser aufzustacheln; die versprochene preisgebung des schatzes von S. Peter (vgl. no 348e) und der übrigen römischen kirchen machte auf die bestechlichen Römer die gewünschte wirkung. Liudprandi Hist.Ott. c. 16; Cont. Reginonis nach gleichem bericht, ohne die aneiferung Johanns und die bedrohung Leos zu erwähnen: Romani iterum ab imperatore solito more deficientes pluribus aliis castellanis sibi per coniurationem extrinsecus adiunctis eum occidere nitebantur; die verschwörung wurde am festgesetzten tag des mordversuches entdeckt, necem sibi paratam anticipans, III. non ian. cum paucissimis suorum eos invasit et non modicam illorum multitudinem infra muros urbis prostravit; zum teil widersprechend, aber nicht durchaus glaubwürdiger (vgl. Mitth. des Inst. f. öst. GF. ergbd. 4, 59.65) ist der bericht des augenzeugen Liudprand l. c.: Romani ..... bucina concrepante super imperatorem, ut eum occidant, festinare contendunt, der kaiser greift mit seinen kampfgewohnten rittern (ad prelium ut ferro stantes, Benedicti s. Andreae chr. c. 36) die verbarrikadirte Engelsbrücke an, schlägt die Römer in die flucht, tut endlich dem morden, bei welchem die städter bis in die hässlichsten schlupfwinkel verfolgt werden, aus milde einhalt; Ann. Corb. 969 M. G. SS. 3, 4 und Jaffé Bibl. 1, 36: intra civitatem insidiis preventus et bis victor extitit, vgl. no 348d daraus Widukind III, 63.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 351b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0964-01-03_1_0_2_1_1_639_351b
(Abgerufen am 13.12.2017).