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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(Rome) bestätigt das kloster S. Maximin bei Trier mit zustimmung des papstes Johannes seiner ihm in Gallien (falsch, vgl. no 201a) angetrauten gemalin Adelheid, nachdem sie kaiserin geworden als wittum, so wie sie es nach altem bis auf Constantin zurückgehenden brauch als königin besessen, verleiht dem kloster unabhängigkeit in seinem und des papstes schutz, ernennt den abt Williher († 957, Ann. s. Maximini M. G. SS. 4, 7) und dessen nachfolger zu kaplänen der ieweiligen kaiserin, regelt demgemäss die stellung der äbte bei anwesenheit am königshof, bestätigt dem kloster alle namentlich aufgeführten besitzungen seit der zeit Constantins und Dagoberts bis auf könig Heinrich herab und die herrenzehnten (vgl. no 245), verbietet endlich klostergüter zu verlehnen. Liudolfus canc. adv. Willihelmi. Angebl. or. s. XII in. ohne tagesangabe stadtbibl. Trier (A), S. Maximiner kopialb. s. XIII in. Koblenz (B), S. Maximiner diplomatar s. XVII stadtbibl. Trier (C). Zyllesius Defensio 2, 19 no 11 aus A = Lünig RA. 16a, 260 no 97 = Calmet Hist. de Lorraine ed. I, 1c, 368 = ed. II, 2c, 211 = Heumann Comment. de re dipl. imperatricum 110 = (Winckelmann) Hist. hosp. s. Elisabethae 29 no 2; Hontheim Hist. Trev. 1, 292 no 173 aus A = Gallia christ. 13b, 323 no 42; Beyer Mittelrhein. UB. 1, 268 no 209 aus A; *M. G. DD. 1, 597 no 442 spur. aus A. Fälschung (des Benzo) von circa 1116 ohne echte grundlage. Das protokoll ist aus den auch für schrift und zum teil auch für die fassung benutzten no 415 und DO. n. no 7 = St. 553 in einer unmöglichen weise zusammengeschweisst; der notar dessen hand nachgeahmt ist (Liudolf G), war nicht in Italien. Auch der Inhalt des nie gesiegelten stückes taucht erst in den fälschungen gleicher hand St. 2264. 2694 auf, das angebliche verhältniss des klosters zur kaiserin existirte auch damals nicht. Die unechtheit hat nach Dümmler Otto I. 334 und M. G. DD. 1, 596 ausführlich nachgewiesen Bresslau in Westdeutsche Zeitschr. 4, 36 ff. ‒ Zu den vielen irrtümern gehört auch die aufzählung von besitzungen im Nahegau, welche erst Otto II. (no 57 = St. 605) restituirte und von Oggenheim, das erst 969 geschenkt wurde (Beyer l. c. 1, 289).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 312, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0962-00-00_1_0_2_1_1_580_312
(Abgerufen am 25.09.2017).