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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Besitznahme der stadt und des reiches: potestative et absque ulla resistentia Papiam intravit et palatium a Berengario destructum reaedificare precepit, Berengarius quoque et Willa filiique eorum quibus poterant munitionibus aut castellis includebantur (vgl. Chr. Salern. c. 169) et nusquam forinsecus contra regem quid audentes progrediebantur, Cont. Reginonis. Damit fiel das Langobardenreich Otto zu, welcher nach der höfischen phrase tanto Berengarium et Adalpertum celerius regno expulit, quanto constat, quod commilitones Petrum et Paulum sanctissimos apostolos habuit, Liudprandi Hist. Ott. c. 2; cuncta subigit, Ann. Lob. 962 M. G. SS. 13, 234; (Berengarius) destitutus a suis, Arnulfi Gesta aep. Mediol. I, 6. Berengar und Adalbert wurden als rebellen betrachtet. Liudprand ib. c. 14a und Legatio c. 5; von einer formellen absetzung derselben ist nirgends die rede, Liudprand Hist. c. 2 erwähnt nur: bonus itaque rex dispersa congregans et fracta consolidans, wegen wiederherstellung der vertriebnen bischöfe (no 289b) und erhebung Liudprands auf den stuhl von Cremona vgl. Dümmler Otto I. 327. ‒ Der grosse einfluss Adelheids erhellt aus ihrer häufigen erwähnung in den urkunden, in welchen ihr gleich wie Willa (C. d. Lang. 1103 no 640) der titel consors regni gegeben wird (vgl. no 315); der mailändische lokalpatriotismus lässt neben Adelheid auch erzbischof Walpert eine führende rolle spielen. Arnulfi Gesta archiep. Mediol. 1, 7 ib. 8, 8 und noch mehr Landulfi Hist. Mediol. II, 16 ib. 53, welcher ganz unhistorisch (dagegen Ranke Weltgesch. 6b, 217) erzählt, dass Walpert synode und reichstag nach Mailand berufen habe, dass Otto daselbst zum italienischen könig erwählt und gekrönt und nach kurzem aufenthalt am gängelband des erzbischofes nach Rom geleitet worden sei; nicht einmal einen aufenthalt in Mailand (anerkennung dort seit dezember, C. d. Lang. 1117 no 649) kann man aus dieser tendenziösen erzählung mit sicherheit folgern; ebenso sind die angeblichen ratschläge Attos von Canossa in Bonizonis Ad amicum l. IV. M. G. Libelli 1, 581 zu beurteilen. ‒ Entsendung des abtes Hatto von Fulda als quartiermeister nach Rom. Cont. Reginonis (nach der vom 10. dez. datirten päpstlichen privilegienbestätigung Jaffé-L. 3688 spätestens im november).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 307e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0961-00-00_4_0_2_1_1_571_307e
(Abgerufen am 23.03.2017).