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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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schenkt den kanonikern an der kirche von Salzburg auf fürsprache des erzbischofs Friderich die einst vom grafen Hartwic aus dem besitz des grafen Warmunt erworbenen und den kanonikern zum lebensunterhalt (annonam) überwiesenen besitzungen zu Grabenstädt im Chiemgau in den grafschaften Otachars, Sigihards und Willihalms mit parschalken hörigen zeidlern steuern, mit saline und forst an der Traun, mit iagd und fischerei wie das bisher unter königsbann gestanden (vgl. Waitz VG. 8,268) und allem andern zubehör, iedoch unter vorbehalt des rückfalles an die frau Judith und deren sohn herzog Heinrich (vgl. no 240n), falls ein bischof die schenkung obigem zwecke entfremde. Liutolfus canc. adv. Brunonis archicap. Or. München (A), Salzb. kammerbücher s. XIII ex. zu Wien (B). (Buat) Or. Boicae, app. no 5 aus A; (Kleimayrn) Iuvavia, anh. 181 no 67 aus B = Oberbayer. Arch. 27,38 unvollst.; M. Boica 28a 138 no 127 und *M. G. DD. 1,281 no 202 aus A. ‒ Als vorlage diente das koncept von no 271, aus welchem der hier unzutreffende episcopus eiusdem monasterii beibehalten ward; auch die in 271 wolgeordnete pertinenzformel ist hier in unordnung geraten. Vielleicht war noch ein zweites exemplar vorhanden, da die fälschung no 270 in der rückfallsklausel der schenkung an Regensburg näher steht als no 269. ‒ Ueber Grabenstädt und über die genannten grafen vgl. Richter in Mittheil. des Inst. f. öst. GF. ergbd. 1,640, sowie Hirsch Heinrich II. 1,37 anm. 2, und über Warmund ib. 2, 217.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 269, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0959-06-08_1_0_2_1_1_513_269
(Abgerufen am 17.01.2017).