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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(de Asie palatio) schenkt der bischöflichen kirche des h. Maximus als ersatz für abtretung von reliquien dieses heiligen die grafschaft Furcone und grosse besitzungen an vielen andern orten, darunter solche welche er von den auch als zeugen genannten Atto, Guesto und Guinisius erworben hat, und sichert den kirchenbesitz unter androhung geistlicher und weltlicher strafen. Unter den zeugen bischof Cessus, die markgrafen Ugo, Albert und Robert. ‒ Ughelli Italia sacra ed. I,1,417 aus urk. im kapitelarch. zu Aquila = ed. II, 1, 375 = Dumont Corps dipl. 1,33 no 49; Coppola Diss. sopra gli atti di S. Massimo 19 aus gleicher quelle und Ughelli, nebst facs.; Acta SS. oct. ed. I, 8,411 aus Coppola und Ughelli; *M. G. DD. 1,623 no 459 spur. aus dem facs. und druck bei Coppola und Ughelli. Plumpe fälschung ohne echte grundlage, mit hilfe einer schreibvorlage s. XII in den formen eines notariatsinstr. fabricirt. Für den erzählenden teil wurde eine legende (Muratori Ant. Ital. 6,489), für die aufzählung der besitzungen vielleicht echte, aber spätere urk. benutzt; auch die erwerbung von gütern Attos etc. durch den könig verdient keinen glauben. Reliquiengeschäfte in iener gegend hat Otto in der tat gemacht, vgl. V. Theoderici Met. c. 16 M. G. SS. 4,473, aber nicht mit dem übrigens auch no 524. 525 ohne sitz genannten bischof Cesso. Ueber die zeit und den mit der verlegung des bistums von Furcone nach Aquila (1257) zusammenhängenden zweck der fälschung vgl. M. G. DD. l. c.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 247, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0956-06-00_1_0_2_1_1_481_247
(Abgerufen am 26.05.2017).