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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Allgemeiner reichs- und gerichtstag: rationis dandae et responsionis reddendae (c. 31) universalis populi conventus, Widukind III, 31. 32. Ausser dem könig, in dessen gefolge Gero war (vgl. no 238c), und Liudolf (vgl. no 237d) nahmen auch erzbischof Friedrich und Konrad von Lothringen daran teil. ‒ Dem letztern hatte die bundesgenossenschaft der Ungarn keinen gewinn gebracht, er konnte gegen Brun nichts ausrichten (Ruotgeri V. Brunonis c. 24), da dieser die unterstützung des grafen Ragenar selbst mit preisgebung des zum bischof von Lüttich erhobenen Rather (zu gunsten von Ragenars neffen Balderich) erkaufte. Ruotger c. 38; Ratheri op. ed. Ballerini 218. 219, über den zeitpunkt Giesebrecht Kaiserzeit 1 5, 829 (fortsetzung der kämpfe in Lothringen nach dem abzug der Ungarn auch Flodoardi Ann.; Mir. s. Gorgonii c. 20, M. G. SS. 4,245, nach Brunonis v.altera c. 9 [ib. 4,277] vertrieb Brun Konrad aus dem metzer bistum); ein drohender zusammenstoss Konrads mit dem erzbischofe zu Rumlingen (östl. von Saargmünd) unterblieb schliesslich. Cont. Reginonis; a nefariis suis conatibus (Bruns stellung zu untergraben) semper, ita deo dispensante, repulsus est, ut hoc eum non leviter poeniteret, quod magnum facinus tanta levitate aggressus est, Ruotger c. 24, offenbar schlossen Brun und Konrad damals mit rücksicht auf den tag von Langenzenn waffenstillstand. ‒ Einen bericht über die verhandlungen zu Langenzenn gibt nur Widukind III, 32.33, er ist sehr lückenhaft: Otto beginnt mit der klage über die neuen wunden, welche der Ungarnkampf als folge des aufstandes seines sohnes und schwiegersohnes dem reiche geschlagen habe, worauf Heinrich die beschuldigung erhebt, dass die aufständischen die Ungarn berufen hätten, was Liudolf teils läugnet, teils entschuldigt (vgl. no 237b) dann tritt Friedrich auf, welcher den reinigungseid (vgl. no 94b) für die behauptung anträgt, dass er nie gegen den könig in rat oder tat sich erhoben (vgl. no 227a), sondern nur aus furcht vor dessen durch falsche anklagen erzeugten zorn (vgl. no 231a‒d) sich zurückgezogen habe; Otto erlässt ihm denselben sowie den treueid für künftiges verhalten gegen das versprechen, letzt für zustandekommen des friedens zu wirken. Et hoc dato, in fide ac pace eum dimisit; so auch Cont. Reginonis, die sämmtliche aufständische läugnen lässt, dass die erhebung gegen den könig gerichtet gewesen sei. Das abkommen mit Konrad gipfelte vermutlich in unbedingter unterwerfung. Liudolf bleibt starrköpfig: Pontifex cum duce Conrado, cum adolescentem non possent inclinare, quatinus patri subderetur eiusque sententiam secutus sustineret, discesserunt ab eo, deo regique se iungentes, Widukind III, 33. In der folgenden nacht rückt Liudolf mit den seinigen heimlich ab und besetzt wieder Regensburg, der vater folgt ihm. ib. c. 34. ‒ Langenzenn westl. v. Fürth.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 238a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0954-06-16_1_0_2_1_1_450_238a
(Abgerufen am 23.03.2017).