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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Lagerung an der Iller auf dem marsch gegen die anhänger Liudolfs in Allemannien; Liudolf zieht mit seinen truppen herbei, beide heere stehen sich bei Illertissen so nahe gegenüber, dass eine offene feldschlacht unausweichlich erscheint, die bischöfe von Augsburg und Churversuchen einen ausgleich (pacis concordiam) zu vermitteln. Deo autem annuente durac amborum mentes, patris scilicet Ottonis et filii eius Liutolfi, de proficua ammonitione et doctrina venerandorum episcoporum in molliciam versae, pactum pacis inter se placitaverunt et turbine belli mitigato in sua cum pace redierunt, Gerhardi V. Oudalrici c. 12 M. G. SS. 4,400, daraus Herimanni Aug. chr. 953 ib. 5,114. Einreihung unsicher (vgl. Dümmler Otto I. 239), da Gerhard es als letzten kampf des iahres 954 zu betrachten scheint, während Widukind den der endgiltigen unterwerfung Liudolfs vorhergehenden waffenstillstand vor Regensburg abgeschlossen werden lässt (no 238c) und darin umso mehr glauben verdient, als die hervorragendsten Sachsen an iener expedition beteiligt waren; eher konnte Gerhard vom provinziellen standpunkte aus diesen kampf mit übergehung der spätern belagerung von Regensburg so bezeichnen, weil es der letzte dieses iahr in Schwaben vorgefallene kampf war, auch 955 lässt er den krieg ungenau erst wieder mit dem Ungarneinfall entbrennen. Im übrigen passt das factum am besten hierher: der erfolg Udalrichs und vielleicht auch der Ungarneinfall werden Liudolf bewogen haben, dass er von Baiern nach Allemannien zog, den könig, dass er dahin nachrückte; der vertrag zu Illertissen, dessen bedeutung Gerhard in iedem fall übertrieben hat, ist dann identisch mit ienem, durch welchen nach Widukind III, 31 waffenstillstand bis zum tag von Langenzenn festgesetzt wurde: Baioarii civili exercitu externoque fatigati, nam Ungariis egressis exercitu regali premuntur, coacti sunt de pace tractare; factumque est ut pax daretur usque in 16. kal. iul., daraus Thietmar II, 8(3) unter annahme eines neuen zuges nach Baiern vgl. 237b.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 237d, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0954-00-00_2_0_2_1_1_448_237d
(Abgerufen am 25.07.2017).