Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

Sie sehen den Datensatz 442 von insgesamt 982.

Belagerung der stadt. Cont. Reginonis, welche Liudolf besetzt hielt, vgl. no 235a, eine wirre erinnerung in den Ann. Palidenses 948 (a. r. XIII) M, G. SS. 16,63. Die belagerung dürfte noch im sept. begonnen haben, da Otto 3 monate in Baiern blieb und auf weihnachten nach Sachsen zurückkehrte. Widukind III, 28. Die geringe truppenmasse, welche Otto von Mainz mitgebracht hatte (no 235b), wurde durch den bischof v. Augsburg verstärkt, der auf die nachricht von Ottos anmarsch einen teil seiner vassallen als besatzung in Augsburg liess, caeterisque rebus collocatis, cum quibus potuit, omisso vehiculo carpenti equitando in servicium regis in regionem Noricorum sagaciter venit carmulaque prolongata possibilitatem redeundi apte non potuit habere. Pfalzgraf Arnolf benutzte das zu einer diversion gegen Augsburg, eroberte und plünderte die stadt, nahm einen teil der bischöflichen ritter gefangen, bewog andere zum abfall, Liudolf gab fast das ganze bistum an seine anhänger zu benefiz. Gerhardi V. Oudalrici c. 10.11, daraus Herimanni Aug. chr. Gerichtliches verfahren gegen die aufständischen Arnolfinger nach no 237, vgl. auch DO. II. no 141. Auch die belagerung Regensburgs verlief ergebnisslos; der ferner stehende Flodoard meldet Ann. 954: Liudulfus expulso Heinrico patruo suo totius Baioariae nanciscitur principatum, und die Gesta archiep. Magdeb. c. 1 (ib. 14, 376) bezeichnen Liudolf als herzog von Baiern. Als nach abzug des königs auch Udalrich nach hause zurückkehrte, konnte er sich mit dem geringen überrest seiner truppen in seiner residenz nicht halten, sondern verschanzte sich im öden Mantahinga (Merching an der obern Paar, Riezler Gesch. Baierns 1,344). Gerhardi V. Oudalrici c. 10.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 235c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0953-09-00_3_0_2_1_1_442_235c
(Abgerufen am 28.05.2017).