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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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verleiht dem kloster S. Maximin bei Trier auf bitte seines bruders des erzbischofs Brun und des herzogs Cuonrad ‒ da der erzbischof Ruotbert von Trier auf einflüsterung sachunkundiger ratgeber vor dem könig die klage erhob, dass das kloster dem erzstift unrechtmässig entzogen sei, dagegen die verlesung der alten klosterprivilegien vor dem könig, dem erzbischof und andern getreuen zur erkenntnis führte, dass das kloster iederzeit unabhängig gewesen und unter königschutz gestanden sei ‒ königschutz und unabhängigkeit, erklärt die ansprüche der Trierer kirche für nichtig, entscheidet endlich die vom abte Willer gegen den erzbischof eingebrachte klage über allerlei beeinträchtigung im gebiet (valle) von Trier, namentlich bezüglich der fischerei in der Ruwer, nachdem der ‚fidelis dux Cuonradus‘ die richtigkeit der klagepunkte bestätigt hat, zu gunsten des klosters. Liudolfus canc. adv. Brunonis archicap. Or. mit ind. VII C. L. 9265 der bibl. nat. zu Paris (A), kopialb. s. XIII in. Koblenz (B). Zyllesius Defensio 1, 10 aus B mit III. kal. sept. = (Broquart) Maximinische Rettung, doc. no 3 = Calmet Hist. de Lorraine ed. I, 1c, 354 zu 949 = ed. II, 2b, 194; Zyllesius Defensio 2,17 no 9 aus B mit III. kal. sept. = Lünig RA. 16a, 258 no 95 = Bertholet Hist. de Luxembourg 2b, 82; Hontheim Hist. Trev. 1,286 no 166 aus A; Beyer Mittelrhein. UB. 1, 256 no 196 aus B mit III. kal. sept.; *M. G. DD. 1,251 no 169 aus A. ‒ Echtheit und originalität des von einem parteischreiber mundirten privilegs verbürgt das diktat des kanzleinotars Liudolf A (von vorurk. könnte als echt nur das schutzpriv. Karls III. BM. 1671 in frage kommen, die in der ausgabe der DD. behauptete benutzung der fälschung auf den namen Lothars II. BM. 1283 ist bei DO. II. no 7 berichtigt), auf den auch rekognitionszeichen und datirungsformel zurückgehen und das siegel; nach der bezeichnung Konrads muss der akt einer früheren zeit entstammen, vgl. M. G. DD. 1,250, die urkunde ist aus letzterem grunde von Dümmler Otto I. 220, Giesebrecht Kaiserzeit 1 5, 828 fälschlich verworfen. Dagegen hat Bresslauin Westdeutsche Zeitschr. 5,62 die echtheit der auf dieses priv. bezugnehmenden bestätigung Agapits II. Jaffé-L. no 3649 mit erheblichen gründen bekämpft, zu welchen noch tritt, dass die bezeichnung als Iohanneskloster nur in der fälschung no 516 vorkommt; keinesfalls kann es nach der indictio VIII zu 950 gesetzt werden, diese angabe dürfte vielmehr nur mit rücksicht auf die ind. VII von no 235 vom fälscher eingesetzt worden sein.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 235, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0953-08-20_2_0_2_1_1_439_235
(Abgerufen am 28.03.2017).