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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Erhebung Bruns zum erzbischof von Köln. Wicfridus diu admodum imbecillis regiae tamen maiestati et patriae satis fidus, war (am 9. iuli Necr. Merseburg. Neue Mittheil. des thür.-sächs. Vereins 11,237) gestorben. Ruotgeri V. Brunonis c. 11; kurz auch Cont. Reginonis, Flodoardi Ann., Ann. necr. Fuld. M. G. SS. 13,198, Ann. Colon. Jaffé und Wattenbach Cod. Colon. 129. Noch vor dessen bahre wählt das volk nil anceps nil varium molita .... secuta magnatum et tocius cleri consilium (namentlich des bisch.? Gottfrid) den mit allen fugenden gezierten Brun; eine gesandtschaft der wähler geht nach Mainz Ottos zustimmung zu holen, die gerne gegeben wird. Ruotgeri V. Brunonis c. 11.12. Die wahl seines unbedingt treuen bruders, der schon bisher publice ac privatim agendorum communicator ac prudentissimus erat consultor eique imperialium data provintia litterarum (= kanzler, V. Ioh. Gorz. c. 116 ib. 4, 370), war iedenfalls durch den könig selbst veranlasst (Dümmler Otto I.220) und durch die gleichzeitige verleihung des erzkapellanates ein schlag gegen erzb. Friedrich (Sickel Beitr. VII. Wiener SB. 93, 738; dass er die würde vor der erhebung zum erzbischof erhalten habe wie V. Mahth. post. c. 9 ib. 4, 289 angibt, ist ganz unwahrscheinlich). ‒ Die auch in Cont. Reginonis, Flodoardi Ann., Ann. Colon., Folcuini Gesta abb. Lob. c. 22 ib. 4,64 kurz erwähnte erhebung Bruns erfolgte nach dessen titulatur in no 232. 234 zwischen 11. u. 20. aug., vgl. Dümmler l. c.; no 232 ist von dem aus der kölner kanzlei in die königliche übergetretenen Adalbert verfasst, vgl. Sickel ib. 732, damals war also die kölner gesandtschaft wol schon bei hofe. Brun wurde sofort (festinanter) nach Köln geschickt zu feierlicher besitzergreifung des stuhles; er gewann alle herzen durch milde und ernst und vereitelte damit die absichten der aufständischen auf diesen sitz (vgl. no 231c), daher hegen diese bittern hass und verläumdung gegen ihn. Ruotgeri V. Brunonis c. 13‒15. 17; über seine nie wankende treue gegen den könig und über die bedeutung dieser erhebung vgl. auch Dierauer in Büdinger Unters. zur mittl. Gesch. 2, 7.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 232a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0953-08-00_1_0_2_1_1_436_232a
(Abgerufen am 23.03.2017).