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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Bei anmarsch Ottos flieht Berengar (vielleicht auch durch den vorausgegangenen Ungarneinbruch geschwächt) aus Pavia, die stadt geht zu Otto über. Flodoardi Ann.; Widukind III, 9 lässt sie fälschlich erst nach der hochzeit in Ottos hände fallen, richtig bei Hrosvithae Gesta v. 624‒636, welche ausserdem die flucht Berengars auf ein festes schloss (vgl. B. 1433) und die huldigung der grossen meldet. Nach der allerdings nur in abschr. s. XV (C. d. Langob. 1017) erhaltenen urk. B. 1432 wäre Berengar noch am 22. sept. in Pavia gewesen, also erst abgezogen, als Otto in unmittelbarer nähe stand oder die stadt schon belagerte, dann fiele der einzug der Deutschen auf den 23. sept. Mühelose besitznahme ergibt sich auch aus der Cont. Reginonis: regnum Italicum ingreditur, deoque sibi assistente totius Italiae possessor efficitur, und voraus die bemerkung, dass dem Liudolf nec civitas nec castellum quae subsequenter regis pistoribus et cocis patuerant, geöffnet wurden; expulso Berengario, ib. 952 (wol daraus die ableitungen der Ann. Hersfeld.); eamque subiciens sibi, Beringarium regem resistere non valentem pepulit, Herimanni Aug. chr. 950 = Chr. Suev. un. 950; Otto rex Italiam cepit, Ann. Sangall, mai. ib. 1,68 und S. Galler Mittheil. 19,286; Ann. Colon. (Jaffé und Wattenbach Cod. Col. 129.) ‒ Von wahl oder krönung ist nicht die rede, vgl. Dümmler Otto I. 197; den königstitel nahm Otto schon vor der vermälung mit Adelheid an (no 200. 201); seine anerkennung beschränkt sich auf Oberitalien, die urk. von Lucca (Dümmler l. c.) und Ravenna (Fantuzzi M. Ravenn., register) zählen 951‒952 gar keine königsiahre.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 196c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0951-09-00_1_0_2_1_1_380_196c
(Abgerufen am 24.07.2017).