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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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schenkt dem tapfern und edlen ritter Walpert Löwenberger wegen seiner verdienste in den kämpfen mit den Slaven auf fürbitte des markgrafen Gero 2 an der nordgrenze der markgrafschaft Geros gelegene dorfmarken (die namen bei Grüwel ausgefallen) zu freiem eigen. Vom schlussprotokoll nur verstümmelte datirung mit a. inc. 952, ind. VIII überliefert. ‒ Grüwel in (Küster) Coll. opusc. hist. Marchiam illustr. 16,37 aus or. im besitz der fam. Schönholtz = *M. G. DD. 1,233 no 133. Fälschung auf grund einer verlornen urkunde, deren echtheit durch die enge verwandtschaft der fassung mit dem gleichzeitigen no 196, durch die arenga = form. imperialis no 27 (M. G. Form. 305) und das den no 212.235 zunächst stehende monogramm verbürgt ist, welche aber auch anklänge an no 98 zeigt (daher vielleicht für Gero ausgestellt war), vgl. die vorbemerkung M. G. DD. l. c., wo iedoch nur der name Löwenberger als interpolation der vorlage Grüwels bezeichnet ist, während doch auch der ‚strenuus miles‘ im 10. iahrh. für die k. kanzlei nicht belegbar ist (Waitz VG. 5,410; 7,150). Ausserdem ist zum mindesten fraglich, ob die herabgekommene adelsfamilie Löwenberg-Schönholtz, welche sich nach Grüwel l. c. zur auswanderung aus der Mark in die Schweiz, dann nach Oesterreich, endlich in die Pfalz veranlasst sah, so alte urkunden mitgeführt habe, und da es sich um eine genealogische fälschung handelt, erwecken auch die angeblichen verdienste Walperts gegen die Slaven misstrauen, umsomehr als der ganze betreffende satz an ungewöhnlicher stelle vor der arenga steht. ‒ Einreihung nach der unvollständigen in no 196 wiederkehrenden datirung; ausstellungsort war wol = no 196.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 195, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0951-07-27_1_0_2_1_1_376_195
(Abgerufen am 25.03.2017).