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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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gründet nach rat des päpstlichen legalen bischof Marinus (vgl. no 166a), der erzbischöfe Fridurich (Mainz) und Adaldag (Hamburg) und anderer bischöfe, seines bruders Brun und der grossen, namentlich des herzogs und markgrafen Gero auf seinem gute in der stadt Brandenburg im Slavenland, im gau Heveldun in Geros mark, ein bistum zu ehren des h. Petrus, ernennt den Thiatmar zum bischof, stattet die kirche mit der nördlichen hälfte der stadt Brandenburg und der insel auf welcher sie liegt, ferner mit der hälfte aller zugehörigen villen, und mit den ‚civitates‘ Pritzerbe und Ziesar (Ezeri) aus; unterstellt dem bistum die provinzen Moraciani, Ciervisti, Ploni, Zpriawani, Heveldun, Zamcici, Lusici, Wucri, Riaciani, Dassia; bestimmt die drei letzten als nordgrenze, die Oder als östliche, die Elbe als westliche und südliche grenze; weist ihm den zehent aus allen diesen landschaften zu, ausser aus 7 genannten orten (civitates) deren zehndung mit zustimmung des b. Thiatmar an das kloster zu Magdeburg geschenkt wurde (vgl. no 131.406), daher dem bischof daselbst nur gewisse hier festgesetzte leistungen bei visitation und firmelung zustehen. Brun canc. adv. Fridurici archicapp. Or. mit a. inc. 949, ind. VI Brandenburg (A). Beckmann Oratio secularis 1716 habita f. 3 mit id. oct; Lünig RA. 17b,3 no 1 aus A = Schroeder Papist. Mecklenburg 121; Ludewig Rel. 2, 395 no 137 aus ch. = Thorschmidt Ant. Plocenses 43 = (Heydenreich) Entwurff einer Hist. der Pfalzgr. zu Sachsen 13; Eckhart Hist. gen. Sax. 129 no 2 aus A; Buchholtz Versuch einer Brandenb. Gesch. 1,420 no 3 ex collect. Süssmilch; Gercken Stiftshist. von Brandenb. 335 no 1 aus A; Finke in Büsching Magazin 13,420 aus k.; Schröder Gesch. der Domkirche zu Brandenb. 38 aus A; Riedel C. d. Brandenb. I,8,91 no 2 aus A; Hasselbach C. d. Pom. 19 no 7 aus A; Mecklenb. UB. 1,18 no 15 aus Riedel und Hasselbach; Heinemann C. d. Anhalt. 1,16 no 22 aus A; Bresslau Dipl. 7 no 6 aus A; *M.G.DD. 1, 189 no 105 aus A; nicht ganz zuverlässiges facs. mit transscription in Berner Gesch. des preuss. Staates, I. bd.; ortserklärungen auch Heffter Gesch. v. Brandenb. 39, Leufsch Gero 180 ff., Heinemann Gero 61, Pommersches UB. 1,5 no 11; erwähnt vom Annalista Saxo zu 949 M. G. SS. 6,607. Mit benutzung von no 134 oder des gleichen konzeptes abgefasst, über Marinus und die gaue Zamcici, Dassia vgl. daselbst, über die grenzen Uhlirz Gesch. von Magdeburg 31. Dass das bistum dem Mainzer erzsprengel einverleibt war, zeigt no 447. Ueber die einreihung vgl. Dümmler Otto I. 168 und Sickel Beitr. VIII. Wiener SB. 101,143. ‒ Thietmar III, 17(10) setzt die gründung des bistums irrtümlich 30 iahre vor iener des Magdeburger stuhles.

Nachträge (1)

Nachtrag von Dieter Rübsamen, eingereicht am 16.06.2010.

Faksimile und ausführliche Beschreibung: Huschner, W., Diplom König Ottos I. über die Gründung des Bistums Brandenburg, in: Otto der Große. Magdeburg und Europa Bd. 2: Katalog, S. 380-382.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 169, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0948-10-01_1_0_2_1_1_336_169
(Abgerufen am 22.01.2017).