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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Liudolfs vermälung mit Ida der erbtochter des herzogs Herimann von Schwaben tali ut decuerat apparatu, Cont. Reginonis aus den Ann. Aug., ebenso Ann. Einsidl. 948 ib. 3, 142; = Herimanni Aug. chr. M. G. SS. 5,114. Die heirat fällt vor april 948 (no 163), nach der zusammenkunft mit Hugo (no 154a) und nicht lange vor Herimanns tod, vgl. Widukind III,6, daraus Thietmar II,4(2), der (= Hrosvithae Gesta v. 454) Idas schönheit preist; Widukind betont divitiis et nobilitate claram; noch mehr hebt Liudprand Antap. V,1 hervor, dass sie die einzige erbin ihres prediorum latitudine tum pecuniarum inmensitate predivitem vater sei und lässt diese vermälung (oder verlobung?) bereits 939 durch herzog Herimann erbitten. Glaubwürdig ist, dass man damit die Franken und Schwaben näher an das königshaus knüpfen wollte. Hrosvithae Gesta v. 450‒456. Otto räumte der schwiegertochter die rolle der hausfrau am königshofe ein (vice reginae summo veneratur honore lubente rege) den das iunge paar ständig begleitet. Hrosvithae Gesta v. 459‒466. ‒ Tod des herzogs Berthold von Baiern (mit hinterlassung eines unmündigen, da erst nach 939 geborenen [vgl. no 78d sohnes); der könig überträgt auf bitten seiner mutter das herzogtum seinen mit herzog Arnulfs tochter vermälten (no 69a) bruder Heinrich. Widukind II,36; die ernennung melden auch V. Mahthild. ant. c. 6; V. post. c. 9 (die fürbitte der mutter bestätigend); V. Brunonis altera c. 1 (M. G. SS. 10, 577; 4, 289. 275) und Thietmar I, 21 (II). Bertholds todestag schwankt zwischen nov. 22‒24, vgl. Dümmler Otto I. 160 anm. 1; auch das iahr seines ablebens und damit der nachfolge Heinrichs ist in den ann. verschieden an gegeben: Cont. Reginonis: Bertaldus dux Bawariensis obiit, cui Heinricus fr. regis ... successit zu 945, was durch no 136 ausgeschlossen ist; ihre quelle, die Ann.Aug., wird das ereigniss ebenso wie die schwäbischen reichsann. (Herimanni Aug.chr. und Chr. Suev. un.) und wie die Ann. s. Emmerammi min. ib. 13,48 zu 947 gemeldet haben; zu 948 Ann. Altah. (aber in das iahr nach Edgiths tod) und Auct. Garst. (ib. 20,786; 9,562); zu 949 Ann. Ratispon. ib. 17,579. Die im sarg Bertholds zu Niederaltaich gefundene bleitafel mit dem todesiahr DCCCCXXXǁVII (!) (M. Boica 11, taf. zu p. 7) ist nicht gleichzeitig, vgl. Riezler Gesch. Bayerns 1,339, doch dürfte Heinrichs erhebung am wahrscheinlichsten in den winter von 947 auf 948 zu setzen sein. ‒ Seitdem dauernde freundschaft zwischen k. Otto und seinem bruder: pacem atque concordiam cum eo faciens, qua usque in finem fideliter perduravit .... Fratrum vero pax atque concordia .... toto orbe fit iam celebris, dum unanimes res publicas augent, hostes debellant, civibus paterna potestate praesunt, Widukind II,36. Ueber die bedeutung dieser ernennung vgl. auch Hirsch Heinrich II. 1,6. ‒ Den geistlichen stiftungen gegenüber scheint Heinrich nicht anders aufgetreten zu sein als seine vorgänger; nach der V. Godehardi post c. 3 (ib. 11,199) wurde Ottos wiederholter befehl zur wiederherstellung von Altaich durch Heinrichs machination gehindert; vgl. auch Hirsch Heinrich II. 1, 130.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 157a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0947-00-00_1_0_2_1_1_320_157a
(Abgerufen am 21.10.2017).