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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Vorrücken des königs an den Rhein. Widukind II,15; zusammenstoss mit den gegnern; der nüchternste bericht in der Cont. Reginonis: Tunc rege Lotharienses ... adeunte, Gisalbertus cum fratre regis transitum Rheni regi prohibere volens nec valens, iuxta Biertanam sociis regis congreditur deoque victoriam prestante pluribus suorum occisis aliisque fugatis ipse et frater regis fugae subsidia petunt; ausführlicher und ruhmrediger ist Widukind II, 17: der könig hat die vorhut, angeblich 100 schwerbewaffnete ritter, bereits an das linke ufer übergesetzt, als unerwartet das von Giselbert und Heinrich gesammelte heer anrückt; der königliche haufe schickt das gepäck nach Xanten und besiegt durch geschickte aufstellung, durch gleichzeitigen angriff auf front und rücken der feinde und durch kriegslist nach tapferem und verlustreichem kampfe die feindliche übermacht, Heinrich selbst wird verwundet, Maincia (no 76i) fällt, der gegnerische tross wird eine beute der Sachsen. Otto empfängt die nachricht vom anrücken der feinde durch den seinem versprechen getreu zurückkehrenden Agina erst im augenblick des angriffes, ist infolge des leichtsinnigen vorrückens ohne schiffe, ausser stande verstärkung zu sckicken, muss sich auf feuriges gebet für die seinigen beschränken. Mit Widukind in den hauptmomenten übereinstimmend Liudprandi Antap. IV, 23, nur üblich ausgeschmückt und übertreibend: von den Sachsen fällt kein mann, die feinde wissen nicht, warum sie fliehen, auf Ottos gebet vor der h. lanze (no 7a) erfolgt unmittelbar gottes hilfe; glaube verdient, dass Heinrich an dieser wunde zeitlebens zu leiden hatte. Auch er nennt den schlachtort Bierzuni, wie Widukind II, 17 und II, 11 Biertanicum bellum = Birthen s. Xanten. ‒ Nach den zeitangaben Widukinds II, 19 und unten no 77 fällt das gefecht etwa in die erste hälfte märz.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 76l, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0939-00-00_3_0_2_1_1_180_76l
(Abgerufen am 22.07.2017).