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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Unterwerfung Baierns: ac iterum Bauwarios invasit cum exercitu omnesque sibi subdidit, nisi tantum unum Arnolfi filium, Ann. Aug. 938 M. G. SS. 1, 69 und Jaffé Bibl. 3,705, daraus Cont. Reginonis 938: Bawariam revertens omnes sibi subdidit et Eberhardum Arnolfi filium plus aliis rebellem in exilium misit und Herimanni Aug. chr. (in näherem anschluss an die Ann. Aug.): omnesque praeter Arnolfi ducis filium Arnolfum subiugavit; Erben in N. A. 16,618 ff. macht wahrscheinlich, dass Herimann hier den wortlaut der vollständigeren Ann. Aug. wiedergebe, und die nennung Eberhards in der Cont. Reginonis nur auf flüchtiger verwechslung mit der verbannung Eberhards von Franken beruhe (die ebenfalls aus den Ann. Aug. schöpfenden Ann. Einsidl. (cod. 29) sagen gar nur: nisi tantum Arnolfum filium, aber die erwähnung Eberhards als Baiernherzog in der falschen bulle Jaffé-L. 3614 ist nicht genügend erklärt). Das herzogtum geht auf Berhtold den bruder Arnulfs des ältern über. Widukind II, 34; Herimanni Aug. chr. sowie das Auct. Garst. = Ann. S. Rudberti Salisb. (M. G. SS. 9,561.771) melden die nachfolge zu 937 in unmittelbarem anschluss an den tod Arnulfs, Herimann vor dem bairischen aufstande, was aber durchaus unwahrscheinlich ist. ‒ Ueber die beschränkte befugniss gegenüber den bischöfen vgl. no 69a; dass die von Otto I. den bischöfen gebotene rückgängigmachung ungesetzlicher tausche (Meichelbeck Hist. Frising Ib, 463) sich auf Baiern und diesen zeitpunkt beziehe, macht Dümmler Otto I. 79 anm. 5 wahrscheinlich. ‒ In welcher zeit Arnulf der iüngere begnadigt und als pfalzgraf von Baiern (Gerhardi V. Oudalrici c. 10 ib. 4,398) eingesetzt wurde, vgl. Riezler Gesch. Baierns 1,337, ist unsicher.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 76g, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0938-00-00_2_0_2_1_1_176_76g
(Abgerufen am 19.01.2017).