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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Neuer Ungarneinfall. Dum ea (no 76e) interea loci geruntur brechen die Ungarn (über Thüringen Ann. Quedlinb. 937) nach Sachsen ein, schlagen an der Bode ihr lager auf, nach allen seiten ausschwärmend. Eine abteilung zieht nach westen und wird von der burgmannschaft der Stederburg (sw. von Braunschweig) geschlagen und zum teil gefangen, der rest auf dem rückzug zerstreut, der anführer in einen tümpel getrieben; das nordcorps wird durch einen slavischen führer in den Drömling verlockt, dort durch das terrain und kämpfe aufgerieben, der befehlshaber gefangen, gegen hohes lösegeld freigegeben; die im lager an der Bode zurückgebliebene abteilung kehrt darauf eiligst heim. Widukind II, 14 mit dem zusatz nec ultra per 30 annos in Saxonia apparuerunt; Ungariorum exercitus in Belxam (sumpfgegend östl. vom Drömling an der Elbe) deletus, Ann. Corb. 938 M. G. SS. 3,4 und Jaffé Bibl. 1,35, in paludibus caeterisque difficultatibus perierunt. Alia autem pars nefandi exercitus fugiendo in terram suam reversi sunt, Ann. Quedlinb. 937; kurze erwähnung des zuges auch in Ann. Aug. ib. 1,69 und Jaffé Bibl. 3, 705, daraus Cont. Reginonis und Herimanni Aug. chr. Eine erinnerung an diesen zug mag die lagerung der Ungarn am Elm sein, welche die Ann. Palid. 934(933) erzählen, ib. 16,62. ‒ Von der anwesenheit des königs ist nirgends die rede; zu Bonizo vgl. no 63b.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 76f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0938-00-00_1_0_2_1_1_175_76f
(Abgerufen am 27.05.2017).