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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Beginn der innern unruhen. Cessantibus autem bellis externis civilia oriri coeperunt, Widukind II, 6 und mit kenntniss dieser worte Hrosvithae Gesta v. 168‒171. Graves et intestinae discordiae inter Heinricum fratrem regis et Eberhardum ducem Francorum nascuntur ob exortas inter vassallos eorum inimicicias, Cont. Reginonis 937 und Hrosvithae Gesta v. 172‒178. Dass Heinrich den kampf nur aus treuer anhänglichkeit gegen den bruder aufnahm und energisch durchführte: H. fratri suo regi et domino prout debuerat, amminicula dederat nisuque omni adversarios fatigabat, Liudprand Antap. IV, 19, ist höfisch gefärbt; bloss solange der kampf gegen Heinrich selbst gieng, beteiligte sich die ganze fränkische herzogsfamilie daran, vgl. no 76a. ‒ Als grund gibt Widukind l. c. den hochmut der Sachsen an, die von keinem andern volkstamm amt und lehen tragen wollten. Eberhard greift den Bruning an und verbrennt dessen burg Elmeri (Helmern rb. Minden kr. Büren, vgl. Diekamp Suppl. zum Westf. UB. no 380). Ueber diese anmassung selbständiger fehde (qua praesumptione) erzürnt, verurteilt Otto den herzog zur busse von 100 talenten (= pfund vgl. dazu Köpke Otton. Stud. 1,142) silber, die vornehmsten vassallen welche daran teilgenommen, zur strafe des hundetragens bis zur pfalz in Magdeburg. Widukind II, 6, die verurteilung wird also nicht lange vor der abreise nach Magdeburg stattgefunden haben, vgl. auch Dümmler Otto I. 63. ‒ In Süddeutschland entstanden schwierigkeiten durch den am 14. iuli (Necr. Sangall. M. G. Necr. 1,477, S. Rudperti Salisburg. [rex A.] ib. 2,150, Altah. Dümmler Otto I. 68) erfolgten tod (zu seiner beurteilung vgl. Thietmar I,26(15) mit Gerhardi V. Oudalrici c. 3 (ib. 4,389) und Auct. Garst. ib. 9,566) des herzogs Arnulf von Baiern: et filii eius in superbiam elati regis iussu contempserunt ire in comitatum, Widukind II, 8; Cont. Reginonis 938: filii ducis Arnolfi ambitione ducatus regi rebellant; Herimanni Aug. chr. 937 ib. 5,113: Baioarii cum multis aliis Ottoni regi rebellant, beide aus weiterer fassung der Ann. Aug.; den zwist wird auch die entziehung des nach Thietmar II,26(15) ausdrücklich nur Arnulf persönlich gewährten rechtes auf die besetzung der bischofstühle (Cum hic ... vitam hanc finisset, non successoribus suis tantum reliquit honorem) verschärft haben. Die tochter Arnulfs, Judith, ist die gattin von Ottos bruder Heinrich; Hrosvitae Gesta v. 153‒159 erzählt die heirat vor den bürgerkriegen; Widukind II.36.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 69a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0937-00-00_1_0_2_1_1_157_69a
(Abgerufen am 28.05.2017).