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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Zusammenkunft mit k. Rudolf von Frankreich und k. Rudolf von Burgund. Vor ostern sendete der westfränkische könig den Gosfrid als gesandten an Heinrich, dieser erwiderte die gesandtschaft, worauf eine besprechung beider könige unter teilnahme des Rodulfus rex Iurensis folgte. Flodoardi Ann. 935; als anlass berichtet Widukind I,39 die bitte des Heribert von Vermandois um intervention beim westfränkischen könige, nach dem weiteren bericht Flodoards war das nicht der einzige verhandlungspunkt. Die könige schliessen freundschaft (pacta amicitia), Heribert wird mit Hugo von Francien ausgesöhnt und erhält einige güter zurück, Heinrich begnadigt den Boso (no 35a) und setzt ihn in die lothringischen besitzungen wieder ein. Flodoardi Ann. Perrexit igitur Galliam rex, regem alloquitur, Widukind l. c.; dass er dieses ereigniss vor dem Dänenkrieg erzählt, beweist nichts gegenüber der streng chronologischen anordnung bei Flodoard; da es nach dem Ungarnsieg erwähnt ist, kann auch nicht wol der zug von 931 (s.no 35a) gemeint sein. ‒ Die zusammenkunft dürfte wie iene von 931 und wiederholt spätere in Ivoy-Carignan erfolgt sein, vgl. ausser der folgenden urk. auch Sprunner-Menke Handatlas text 36 und Michael Formen des unmittelb. Verkehrs 22. ‒ Boso fiel bei der belagerung von S. Quentin im herbste dieses iahres. Flodoardi Ann.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 49a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0935-00-00_1_0_2_1_1_114_49a
(Abgerufen am 28.07.2017).