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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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Zug nach Dänemark. Die älteste und genau datirte notiz in den Ann. Corb. 934 M. G. SS. 3, 4 und Jaffé Bibl. 1,35: Danos subeit; dann Widukind I,40: nach unterwerfung aller andern nationen Danos qui navali latrocinio Fresones insursabant, cum exercitu adiit vicitque et tributarios faciens regem eorum nomine Chnubam baptismum percipere fecit; am ausführlichsten Adami Gesta Hammab. pont. I,59 (M. G. SS. 7,304) nach den erzählungen eines dänischen bischofs: gleich der erste (ebenfalls nach den Slaven- und Ungarnkriegen fallende vgl. c. 58) angriff erschreckt den könig Wrm (Gorm) so, dass er um friede bat, sic Heinricus victor apud Sliaswich quae nunc Heidiba dicitur, regni terminos ponens ibi et marchionem statuit et Saxonum coloniam habitare praecepit (ob auch die stadt Schleswig zur mark gehörte, oder dänisch blieb, ist streitig, vgl. Waitz Heinrich I. 3 280 und Bresslau Konrad II. 2,145 anm. 3). Im namen des besiegten Dänenkönigs dürfte Adam irren, da der von Widukind erwähnte könig Chnuba, identisch mit dem in der Olafsaga als könig von Jütland genannten Gnupa nun auch durch den bei Gottorp gefundenen grabstein bestens beglaubigt ist (Liliencron Der Runenstein von Gottorp Kiel 1888, 6.9.11. 16). ‒ Gleich Widukind (daraus Thietmar I, 17(9) aber den namen eigenmächtig in Cnuto umändernd) bezeichnet auch Adam I,60. 61 die wiederaufnahme der mission als unmittelbare folge dieses sieges und lässt durch den erzbischof Unni von Hamburg persönlich Harold den sohn Gorms bekehren. Das kann neben dem bericht Widukinds umso besser bestehen als Chnuba nach dem grabstein zum heidentum zurückgekehrt zu sein scheint. Gegen die annahme eines doppelten zuges Waitz Heinrich I. 3 161 ff., 273. Die Ann. Ratispon. M. G. SS. 17, 583 setzen den zug fälschlich zu 931. Den ruhm dieses sieges betont namentlich Liudprandi Antap. III, 21: ac per hoc nomen suum (Heinrici) multis nationibus celebre fecit, ähnlich c. 48, vgl. auch Ruotgeri V. Brunonis c. 3 und V. Mahthildis ant. c. 4, ib. 4,255; 10,577.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 46b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0934-00-00_2_0_2_1_1_110_46b
(Abgerufen am 30.03.2017).