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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,1

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(civitate Wangionum) bestätigt auf bitte des abtes Amalrich, welcher später zum bischof von Speier ordinirt wurde (927‒941) und anderer fürsten dem gleich Weissenburg von k. Dagobert infolge einer vision (vgl. M. DD. Merov. 170 no 53) gegründeten mit 11000 hufen und 500 ministerialen ausgestatteten und unter königschutz gestellten kloster Klingenmünster (Blidenveldt, vgl. Würdtwein Monast. Palat. 2, 1, Rheinpfalz sw. Landau), da es durch einen brand seine besitztitel verloren hat, nach dem beispiele k. Ludwigs (wol der appenis L. d. Deutschen BM. 1351 oder die auch L. d. Frommen zugeschriebene weitere fassung, Grandidier Hist. d'Alsace 2b, 98 gemeint) den besitzstand, namentlich die für bestreitung der Romfahrten bestimmten güter Gröningen und Hechingen in Schwaben mit gerichtsbarkeit und ausschluss aller vogtlichen und sonstigen weltlichen iurisdiction, das ministerialenrecht, die leistungen der hörigen und censualen und die rechte des klosters über dieselben, handels- und zollfreiheit der klosterleute im ganzen reiche, freie abtwahl und befreiung von der geistlichen gewalt des speirer bischofs. ‒ Grandidier Hist. d'Alsace 2b, 101 no 450 aus k. im pfälzischen arch. zu Heidelberg = *M. G. DD. 1,75 no 42 spur. Fälschung ohne echte grundlage mit benutzung der ebenfalls unechten oder erweiterten urk. Dagoberts und Ludw. d. Deutschen frühestens im 12. iahrh. entstanden, für die datirung: a. inc. 931, ind. IV, XIII. a. regni quando regem Obeciorum et Northmannorum effecit Christianos sub Iohanne apostolico etc. ist die Chronik des Marianus Scotus benutzt vgl. M. G. DD. l. c. Der ausstellungsort erscheint willkürlich gewählt, kommt in keinem ältern klosterprivileg vor, ist aber wol auch nicht mit der nachricht der Cont. Reginonis über den festlichen besuch Heinrichs in Franken (no 26a) zusammenzubringen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,1 n. 37, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0931-00-00_2_0_2_1_1_92_37
(Abgerufen am 08.12.2016).