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RI XIV Maximilian I. (1486/1493-1519) - RI XIV,3,2

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Gf Wolfgang von Fürstenberg, Landhofmeister (von Württemberg) und oberster Feldhauptmann, berichtet Hg Ulrich von Württemberg und dem geordneten Regiment: Über die schmähliche Flucht des Fußvolkes (im Schwaderloch), noch ehe der Feind da war, und über die Verluste hat der Gf bereits berichtet; an Artillerie verlor man 13 Schlangen und eine Kartaune. Als das württembergische Kriegsvolk von Konstanz nach Engen zog, schickten die Feldwebel einen Trommler in einen Wald voraus, der Lärm schlug, als sich das (feindliche) Kriegsvolk näherte. Daraufhin war das feige Fußvolk auch durch Gf Niklas von Salm, Burkhard von Randeck, Hans von Nuneckh und andere verläßliche Leute, die zu Fuß in vorderster Reihe waren, nicht mehr zu halten und floh zum Teil bis nach Zell (Radolfzell). Das machte den Eidgenossen Mut, die nun in längstens drei Tagen in den Hegau, in die Baar und vielleicht sogar in württembergisches Gebiet und über den (Schwarz-)Wald ziehen sowie sich mit KMs Kriegsvolk schlagen wollen, wofür sie sich täglich verstärken und in Schaffhausen, Diessenhofen und Stein (am Rhein) sammeln. -- Beiliegend ein Schreiben der Hauptleute und Räte (des Schwäbischen Bundes) zu Überlingen an Hg Ulrich, das Gf Wolfgang gelesen hat; er rät, für den 21. April Vertreter von Tübingen und Herrenberg nach Überlingen zu schicken. -- Gf Wolfgang bittet den Hg, 1.000 der besten Knechte, die er aufbringen kann, herzuschicken, weil keine Knechte mehr hier sind, die um 2 flRh und Lieferung dienen wollen; es waren 200 freie Knechte und 300 Knechte von der Landschaft hier, doch sind 100 freie Knechte abgezogen. -- Die Angelegenheit betreffend Mömpelgard (Montbéliard) wird Gf Wolfgang durch seinen Bruder (Gf Heinrich von Fürstenberg) bei KM betreiben lassen. -- Den Hans von Werdnow hat der Gf wegen Gehorsamsverweigerung beurlaubt. -- Hg Ulrich möge einen Trompeter sowie einen Schmied schicken, ohne den viele Pferde verloren gehen. Der Hg möge auch Konrad Dumen, Wolf von Giltingen und Hans Hainrich herschicken, weil Gf Wolfgang wenig Reisige hat. Enngen Montags nach Misericordia Domini 1499. -- E.f.g. landthofmaister WOLFGANG graue zu FURSTEMBERG etc., oberster veldthoptman.

Überlieferung/Literatur

ORG (Ppr, Verschlußsiegel): Stuttgart HSA, A 602 WR 14949. -- ED: UB Fürstenberg 4, IV, 238 f., Nr 263. -- NB: Vgl. den Bericht des D. Schilling (Nr 13133) und des V. Anshelm (Nr 13132).

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Empfohlene Zitierweise

RI XIV,3,2 n. 13146, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1499-04-15_3_0_14_3_2_343_13146
(Abgerufen am 15.11.2018).