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RI XIV Maximilian I. (1486/1493-1519) - RI XIV,3,2

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Die zu Überlingen versammelten Hauptleute und Räte des Schwäbischen Bundes berichten KM: Weil die Eidgenossen bisher vom Dorf Ermatingen und dem Schloß Gottlieben aus großen Schaden angerichtet haben, beschloß der Schwäbische Bund einen Anschlag gegen dieses Dorf. Gestern (11. April) hat von Konstanz aus ein Zug zu Roß und zu Fuß dieses und drei andere eidgenössische Dörfer niedergebrannt und dabei zwei Schlangenbüchsen erbeutet sowie ca 500 Feinde erschlagen. Als der Zug gegen Gottlieben kam, wurde er aus einem Gehölz (=Schwaderloch) heraus von ca 1.500 Eidgenossen angegriffen, die zunächst zwischen das Fußvolk und die Reiter gerieten: aber das Fußvolk wurde von den Eidgenossen bald in die Flucht geschlagen, wobei es die zwei erbeuteten Schlangenbüchsen, eine quarton (Kartaune = Viertelbüchse) und 12 weitere Schlangenbüchsen sowie 100 Mann verlor; ohne die Reiter wären die Verluste noch höher gewesen. -- Die Hauptleute und Räte des Bundes, die bisher wenig ausrichten konnten, bitten KM in Anbetracht der Notlage, bald herzukommen und sie sofort mit Geschützen versehen zu lassen, da sie nun einen Mangel an solchen haben. Datum eylennds Freyttags vor Misericordia Domini 1499. -- Hauptlut vnd rät des ko. bunnds im lanndt zu Swaben ... zu Vberlingen versamellt.

Überlieferung/Literatur

ORG (Ppr, 2 Verschlußsiegel): Innsbruck TLA, ma I/41, fol. 129 f. -- LIT: Wiesflecker, Kaiser Maximilian I., II, 335. -- NB: Vgl. dazu den Bericht des D. Schilling (Nr 13133) und des V. Anshelm (Nr 13132).

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Empfohlene Zitierweise

RI XIV,3,2 n. 13135, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1499-04-12_1_0_14_3_2_331_13135
(Abgerufen am 16.12.2018).