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RI XIV Maximilian I. (1486/1493-1519) - RI XIV,3,2

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Der Deutschmeister (Andreas von Grumbach) antwortet dem Hochmeister (Hg Friedrich von Sachsen) unter anderem: Er erfuhr, daß KM bei der Wahl des Hochmeisters durch eine Gesandtschaft vertreten war und anfragen ließ, wie dem Deutschen Orden und dem Meister in Livland gegen den Großfürsten von Moskau geholfen werden sollte. ‒ KMs Vater Kr Friedrich (III.) hat den St. Georgsorden errichtet, und KM erbat sich Abschriften von statut und Gesetzen, auch der cronica des Deutschen Ordens, um den Georgsorden in ein wesenlich wesen bringen zu können. ‒ KM ist willens, die drei Ritterorden, nämlich den Deutschen Orden, den Johanniterorden und den St. Georgsorden, in einem Orden zu vereinigen, damit dieser überall dester stattlicher wesen haben und bleiben könne. ‒ Der Hochmeister wird durch eine eigene Gesandtschaft auf alle diese Punkte antworten. ‒ Zum Vorhaben KMs, die Orden zu vereinigen, meint der Deutschmeister, daß der Johanniterorden alle getzungen, und der Deutsche Orden Männer von furstlicher nacion aufnehmen, so daß es nicht gut wäre, wenn der Deutsche Orden einen anderen annemen sollte, weil er dadurch seinen gestifften orden und namen verlieren würde. Wenn der Hochmeister mehr über eine Zusammenlegung erfahre, möge er dies dem Deutschmeister mitteilen. Horneck am tage Circumcisionis Domini 1499. ‒ Maister Tutschsordenns inn Tutschen vnnd Welischen Lannden.

Überlieferung/Literatur

ORG (Ppr, Siegel fehlt): Göttingen DOBA, Nr 18083. ‒ ED: UB Livland 2, 1, II/1, 566 f., Nr 757.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI XIV,3,2 n. 12817, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1499-01-01_1_0_14_3_2_1_12817
(Abgerufen am 18.12.2018).