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RI XIV Maximilian I. (1486/1493-1519) - RI XIV,2

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Die Signorie von Venedig an ihren Gesandten bei KM, F. Foscari: Der Gesandte hat richtigerweise auf die ungeheuren Auslagen und Lasten Venedigs hingewiesen und die Signorie auf kluge Weise entschuldigt. -- Noch wichtiger ist die Haltung Venedigs zu KMs Italienzug. Die Signorie hat im Hinblick auf die wechselnden Pläne KMs es bisher unterlassen, Foscari über ihre Meinung aufzuklären. Wenn Venedig allein KM widerspricht, während alle anderen Gesandten den Italienzug billigen, könnte KM leicht unwillig werden. -- Da man eine Rückkehr des Kgs von Frankreich nach Italien gegenwärtig nicht für wahrscheinlich hält, ist auch ein Italienzug KMs nicht nötig. Er kann sein Ansehen und seine Würde nur in einem persönlichen Krieg gegen den Kg von Frankreich wahren. Wenn außerdem der Kg von Frankreich vielleicht gar nicht nach Italien ziehen will oder kann, würde ihn der Italienzug KMs nur dazu zwingen, woraus ein gefährlicher Krieg entstehen könnte. Eine solche Provokation könnte ganz Frankreich, wenn auch widerwillig, zu einem Italienzug einigen. Aus diesen Gründen soll Foscari KMs Italienpläne, soweit als möglich, vereiteln oder hinauszögern. Die Signorie überläßt es der Klugheit Foscaris, wie er dies macht. Die Signorie hat Foscari das ganze Geheimnis ihres Herzens erschlossen, damit er sein Vorgehen danach richten kann. Die 13. Augusti 1496.

Überlieferung/Literatur

RE: Venedig AS, delib sen sec, registro 36, fol. 65 f.: vgl. Dispacci Veneto 1496, 807 f., Nr 31. Anm. 1. -- LIT: Wiesflecker, Kaiser Maximilian I., II, 92; Ulmann, Kaiser Maximilian I., I, 453 f.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI XIV,2 n. 7261, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1496-08-13_1_0_14_2_0_3610_7261
(Abgerufen am 11.08.2020).