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RI XIV Maximilian I. (1486/1493-1519) - RI XIV,2

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Der venez. Gesandte Zaccaria Contarini berichtet vom Kgshof nach Venedig: Der Grund KMs für die Reise nach Brit (=Donauwörth) war, daß er dort mehr Ruhe hatte, sich mit seinen österreichischen Räten und Landständen, =conseglieri d'Austria et li provinciali di quello stato, über die Einbringung der Steuer zu beraten. Es gibt bedeutende Schwierigkeiten und noch keinen endgültigen Beschluß. Mit den Landständen von Tirol und Pfirt (=Vorlande) will KM an einem anderen Ort verhandeln. -- Contarini will sich wieder zu KM nach Donauwörth begeben, obwohl KM anordnete, er solle gemeinsam mit den anderen Gesandten in Augsburg auf ihn warten. KM ließ ihm sagen, er solle sich an die Anordnung halten, weil er mit den österreichischen Landständen Tag und Nacht zu tun habe =die noctuque laborabat. Nachher will KM unmittelbar nach Augsburg zurückkehren. -- Der Hg von Württemberg ist gestorben, der mit einer Schwester des Mgfen von Mantua verheiratet war. Er war ein sehr weiser Fst, der angeblich allein den Schwäbischen Bund regierte. Seine Jahreseinnahmen betrugen ca 30.000 flRh. Er hinterläßt einen Neffen als Nachfolger, der nicht ganz klaren Verstandes ist =non è in tuto sane mentis. Die Regierung überließ er 12 Regenten. -- Da KM nicht zurückkommt, ist der span. Gesandte Antonio Fonsecca nach Nürnberg gereist, um die Stadt anzusehen. Ex Augusta die ultimo Febr(uarij) 1495 (=1496). Z(ACCARIA) C(ONTARINI) ss.

Überlieferung/Literatur

RE: Venedig BNM, MSS ital VII/799 (8002), fol. 28=141. -- NB: In Venedig setzt das Jahr mit 1. März um; daher für uns 1496.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI XIV,2 n. 3795, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1496-02-29_1_0_14_2_0_115_3795
(Abgerufen am 25.06.2019).